Skitrainer unter Schock: Noch keine Befragung
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Skitrainer unter Schock: Noch keine Befragung

Das Obwaldner Bergdorf steht nach dem tödlichen Skiunfall vom Wochenende unter Schock. Ein Care-Team betreut die Betroffenen, der Leiter der verunglückten Trainingsgruppe konnte noch nicht einvernommen werden.

Grosse Trauer in der Aula von Engelberg: Gestern Morgen versammelten sich Kinder und Schüler des Dorfes und gedachten mit einem gemeinsamen Gebet der kleinen Jill. Das 6-jährige Mädchen war am Samstag im Skitraining abseits der Piste tödlich verunglückt. Alle, die in die Aula kamen, durften eine Kerze anzünden. Pro Klasse gab es zudem eine grosse Kerze, die mit ins Schulzimmer genommen werden konnte.

Direkt betreut im kleinen Rahmen wurden Jills Gspänli: Ein Care-Team war im Kindergarten anwesend. «Die Kinder haben verstanden, dass Jill nicht mehr mit ihnen spielen wird», sagte später eine Mutter, deren Tochter dabei war. «Sie haben ihre eigene Art, mit dem Thema Tod umzugehen.» Das Care-Team wird von allen Seiten gelobt. «Wir sind froh um diese Hilfe», so Frau Talammann Martha Bächler. Wichtig sei nun vor allem, dass Jills Familie in Ruhe in den Alltag zurückfinden könne.

Noch immer ist unklar, wie es zum tödlichen Unfall gekommen ist. Am Sonntag wurde der Unfallort nochmals ins-piziert und drei weitere Skifahrer, die den Unfall gesehen hatten, befragt, wie gestern von der Kapo mitgeteilt wurde. Jürg Wobmann, Leiter der Nidwaldner Kriminalpolizei: «Der 41-jährige Leiter der Engelberger Skiclub-Trainingsgruppe konnte noch nicht befragt werden. Sein Gesundheitszustand lässt eine Befragung noch nicht zu.»

(sam)

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