Schneller abheben: Skyguide vereinfacht Bewilligungen für Drohnenflüge mit neuer Anwendung
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Schneller abhebenSkyguide vereinfacht Bewilligungen für Drohnenflüge mit neuer Anwendung

Wer im kontrolliertem Luftraum eine Drohne steigen lassen will, muss dafür eine Erlaubnis von Skyguide haben. Mit einer neuen Webanwendung soll dies nun schneller und unkomplizierter gehen.

von
Philippe Coradi
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Wer unbemannt im kontrollierten Flugraum fliegen möchte, soll in Zukunft einfacher an Bewilligungen kommen. Skyguide geht dafür eine Kooperation mit AirMap ein.  

Wer unbemannt im kontrollierten Flugraum fliegen möchte, soll in Zukunft einfacher an Bewilligungen kommen. Skyguide geht dafür eine Kooperation mit AirMap ein.

Felix Kästle/dpa
Mit Drohnen lassen sich unter anderem spektakuläre Bilder aus der Luft aufnehmen. 

Mit Drohnen lassen sich unter anderem spektakuläre Bilder aus der Luft aufnehmen.

20min-Community
Die Handhabung der Anwendung scheint intuitiv und informativ, einzig Höhenangaben konnten in einem ersten Versuch nur in Fuss angegeben werden.

Die Handhabung der Anwendung scheint intuitiv und informativ, einzig Höhenangaben konnten in einem ersten Versuch nur in Fuss angegeben werden.

Darum gehts

  • Wer unbemannte Flugzeuge steuern will, braucht bald mal eine Bewilligung dafür.

  • Skyguide arbeitet nun mit der AirMap.

  • Damit sollen die Verfahren vereinfacht und verkürzt werden.

Die Schweizer Flugsicherung Skyguide hat ein neues System eingeführt, wie Betreiber von unbemannten Flügen einfacher zu einer Genehmigung kommen. Dazu gehören Drohnen, Vermessungsflüge oder Fallschirmsprünge. Sie ist dafür eine Zusammenarbeit mit den Betreibern der Applikation AirMap eingegangen.

Kapazitäten direkt einsehbar

Neu können die Anträge über die App oder den Webbrowser von AirMap direkt erfasst werden, schreibt Skyguide in einer Mitteilung. In dieser sollen mit geringem Aufwand alle notwendigen Daten für einen geplanten Flug eingegeben werden. Mit einer Farbkodierung der verschiedenen Zonen in rot, gelb, grün soll sofort ersichtlich sein, ob im gewünschten Gebiet überhaupt geflogen werden darf.

Auch bereits bestehende Anfragen für das gewählte Gebiet sollen direkt angezeigt werden. Die App warne zudem beim Ausfüllen vor allfälligen Regelverletzungen und führe die geltenden Bestimmung auf. Skyguide kann mit diesen Daten in kurzer Zeit Genehmigungen ausstellen. Zudem soll es so auch möglich sein, behördenübergreifende Bewilligungen für Flüge zu erteilen.

Deine Meinung

32 Kommentare
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Sailor Moon

23.02.2021, 12:32

Für unsere Aufklärungsdrohnen über Katastrophengebiete ist das eh kein Thema. Drohnen sind nicht nur böse. Ohne Aufklärungsdrohnen riskieren wir unnötig Menschenleben. Ich denke nicht, dass sich jemand freiwillig meldet um ein atomverseuchtes Grundstück nach Lebenden abzusuchen oder in Erdbeben Gebiete in Häuser geht.

Fangt mich doch

23.02.2021, 08:13

Eine Bewilligung? Das 11. Gebot. und gesunder Menschenverstand. Mehr brauche ich nicht für meinen FPV-Racer.

René

23.02.2021, 07:12

Die Warnungen in der Map stimmen nicht wirklich und können zu Verwirrung führen. Z.b. LSZB im CTR ausserhalb der 5km Zone: "LSZB (BERN CTR): Wenn Sie nicht mehr als 5 km von der Start- und Landebahn entfernt sind, dürfen Sie nicht ohne Genehmigung höher als 150 Meter über dem Boden fliegen. Die Autorisierung wird von skyguide verwaltet." Dabei ist es in der 5km Zohne verboten überhaupt ohne Genehmigung zu fliegen, ausserhalb, im CTR ist es dagegen bis 125m erlaubt.