«Skywalk» über dem Grand Canyon offiziell eröffnet
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«Skywalk» über dem Grand Canyon offiziell eröffnet

Schwindelerregende Blicke in die Tiefe gestattet seit Dienstag eine gläserne Aussichtsplattform über dem Grand Canyon. Ein verarmter Indianerstamm erhofft sich von der Touristenattraktion Mehreinnahmen.

Rund 1200 Meter über dem Grund der Schlucht ragt der «Skywalk» aus dem Felsen. Zur offiziellen Eröffnung am Dienstagabend wurden rund 1000 Besucher erwartet. Für die Öffentlichkeit soll die hufeisenförmige Glaskonstruktion ab dem 28. März zugänglich sein.

Der indianische Stamm der Hualapai, auf dessen Gebiet die neue Touristenattraktion liegt, erhofft sich einen Zustrom an Urlaubern. Zur Eröffnungszeremonie sollten Hualapai-Führer auf dem rund 30 Millionen Dollar (23 Millionen Euro) teuren «Skywalk» mit den ehemaligen Astronauten Buzz Aldrin und John Herrington zusammentreffen.

Etwa 21 Meter weit ragt die Plattform über den Canyon-Rand hinaus. Sie soll Windböen von rund 160 Kilometern pro Stunde Stand halten und ist gut gedämpft, damit der erhoffte Besucheransturm sie nicht ins Schwingen bringt.

Die Hualapai, ein verarmter Stamm mit noch rund 2200 Angehörigen, erlaubten einem privaten Unternehmen den Bau der gläsernen Brücke auf ihrem Gebiet. Zur Bedingung machten sie, dass der «Skywalk» ihnen gehört und sie dem Investor David Jin einen Teil der Einnahmen zahlen. Als Eintritt wollen die Hualapai 25 Dollar (19 Euro) verlangen.

Der Grand Canyon zieht jährlich rund 1,2 Millionen Besucher an. Angrenzend an den Skywalk ist ein grosses Besucherzentrum geplant, das Anfang 2007 öffnen soll. Der Grand Canyon West liegt rund 200 Kilometer östlich von Las Vegas. Er bietet den Urlaubern bereits ein indianisches Dorf der Hualapai, einen Markt und die «Hualapai Ranch», eine Westernstadt. (dapd)

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