Slowakei und Russland rücken wirtschaftlich zusammen
Aktualisiert

Slowakei und Russland rücken wirtschaftlich zusammen

Russland und die Slowakei wollen ihre wirtschaftliche Zusammenarbeit vor allem im Energiesektor intensivieren.

Das erklärten der russische Regierungschef Viktor Subkow und sein slowakischer Amtskollege Robert Fico am Donnerstag in Bratislava. Zwischen den beiden Ländern gebe es «keine offenen politischen Fragen», sagte Fico. «Deshalb können wir alle unsere Energie der wirtschaftlichen und kulturellen Zusammenarbeit widmen.»

Konkret wurden zwischen den beiden Regierungschefs zusätzliche Gaslieferungen aus Russland und eine mögliche Beteiligung russischer Firmen am geplanten Fertigbau zweier unvollendeter Reaktorblöcke des slowakischen Atomkraftwerks Mochovce besprochen.

Die Slowakei will ausserdem ausgebrannte Brennstäbe ihrer schon in Betrieb befindlichen Atomkraftwerke nach Russland exportieren. Fico äusserte auch erneut den Wunsch seines Landes, aus der Konkursmasse des russischen Ölkonzerns Jukos deren Anteil am slowakischen Pipelinebetreiber Transpetrol zurückzukaufen.

Im Jahr 2010 solle auch der Bau einer Breitspur-Eisenbahn von der slowakischen Ostgrenze nach Österreich begonnen werden, «falls es keine unerwarteten Hindernisse gibt», sagte Fico.

Subkow ergänzte, die trilaterale Arbeitsgruppe der am geplanten Projekt beteiligten Länder Russland, Slowakei und Österreich arbeite intensiv an den Vorbereitungen dafür. Am Freitag wollte Zubkov unter anderem noch mit dem slowakischen Parlamentspräsidenten Pavol Paska zusammentreffen.

(sda)

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