Aktualisiert 07.06.2006 06:08

Slowenien soll Euro bekommen

Die Finanzminister der Eurozone sehen Slowenien als künftiges Mitglied der Währungsunion, Litauen dagegen vorerst nicht.

Die Minister begrüssten bei einem Treffen am Dienstagabend in Luxemburg entsprechende Empfehlungen der EU-Kommission und der Europäischen Zentralbank (EZB), wie der Präsident der Eurogruppe, der Luxemburger Regierungschef und Finanzminister Jean-Claude Juncker, mitteilte.

EU-Wirtschafts- und Währungskommissar Joaquín Almunia bekräftigte, dass Litauen das Inflationskriterium derzeit nicht einhalte. Slowenien erfülle indes alle Kriterien. Das Land wird den Euro als erstes der zehn neuen Mitgliedstaaten voraussichtlich am 1. Januar 2007 einführen. Damit wäre die Eurozone auf 13 Mitglieder erweitert. Der Beschluss dazu fällt beim EU-Gipfel Ende nächster Woche in Brüssel.

Um die Einheitswährung einführen zu können, muss ein Land die Maastricht-Kriterien erfüllen: Haushaltsdefizit von weniger als 3,0 Prozent des Bruttoinlandsprodukts (BIP), Gesamtverschuldung von höchstens 60 Prozent des BIP und eine Inflation unterhalb eines Referenzwertes, der derzeit bei 2,6 Prozent liegt. (dapd)

Deine Meinung

Fehler gefunden?Jetzt melden.