Blinder Passagier: Smartphone-Finderin soll 10 Rüebli-Säcke erhalten
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Blinder PassagierSmartphone-Finderin soll 10 Rüebli-Säcke erhalten

Nach dem Einkauf im Lidl fand eine Kundin ein Smartphone in ihrem Rüeblisack. Für die Umstände soll sie nun entschädigt werden.

von
dmo
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Nach dem Einkauf wurde Pia Ruf aus Murgenthal unfreiwillig zur Besitzerin eines Samsung Galaxy J3: Im Rüeblisack für 1.25 Franken lag ein Smartphone.

Nach dem Einkauf wurde Pia Ruf aus Murgenthal unfreiwillig zur Besitzerin eines Samsung Galaxy J3: Im Rüeblisack für 1.25 Franken lag ein Smartphone.

Pia Ruf
«In meinem Bekanntenkreis geistern natürlich viele Theorien herum, wie das Handy in den Sack geraten konnte», erzählt sie gegenüber 20 Minuten schmunzelnd.

«In meinem Bekanntenkreis geistern natürlich viele Theorien herum, wie das Handy in den Sack geraten konnte», erzählt sie gegenüber 20 Minuten schmunzelnd.

Pia Ruf
«Ich habe in der Migros einen Bund Krautstiel gekauft. In der Verpackung war noch etwas anderes drin», sagt Leserin Fabienne Graber.

«Ich habe in der Migros einen Bund Krautstiel gekauft. In der Verpackung war noch etwas anderes drin», sagt Leserin Fabienne Graber.

Leser-Reporter

Pia Ruf fand nach ihrem Einkauf in einer Lidl-Filiale in Rothrist AG ein Smartphone in ihrem Sack Rüebli. Es handelte sich dabei um ein Samsung Galaxy J3. Am Wochenende hörte Ulrich Knopf, Geschäftsführer der EKAG vom Blinden Passagier. «Wir sind davon ausgegangen, dass wir die Rüebli verpackt haben. Lidl ist ein grosser Kunde von uns», sagte er gegenüber der «Aargauer Zeitung».

Daraufhin sei es zu Nachforschungen gekommen, um die Sache aufzuklären. Er habe so etwas noch nie erlebt, meinte Knopf. Die Rüebli seien Tatsächlich am 1. Oktober von der Firma aufbereitet worden. Der genaue Weg werde nun zurückverfolgt. Die Finderin bitte er, ihm das Handy samt Verpackung zurückzuschicken. Für ihre Umstände will er sie entschädigen. «Sie hat etwas verdient. Zehn Säcke Rüebli oder so.»

Qualitätskontrolle wird überprüft

Was Knopf erstaunt ist, dass das Samsung noch funktionieren soll. Denn: Das Handy habe in der Wasch- und Verpackungsanlage wohl gelitten. Der Besitzer des Smartphones muss derweil keine Folgen fürchten. Der Vorfall sei ja nichts Schlimmes. Laut Lidl wird nun aber der Vorgang der Qualitätskontrolle überprüft.

Ob nun vielleicht auch weitere Hersteller von Smartphones ihre Handys durch Waschstrassen laufen lässt, um die Robustheit der eigenen Geräte unter Beweis zu stellen, bleibt abzuwarten.

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