Aktualisiert 22.04.2014 11:49

25 Jahre Game Boy«Smartphone spielen ist nicht dasselbe Feeling!»

Nintendos Game Boy ist 25 Jahre alt. 20 Minuten hat die Leser dazu aufgerufen, ihre persönlichen Erinnerungen an den grauen Handheld zu schildern.

von
Ill-FiL

Der Game Boy ist den 20-Minuten-Lesern vor allem als robustes, zuverlässiges Gerät in Erinnerung geblieben. Zahlreiche Game Boys funktionieren heute noch, wie etwa der Handheld von Leserin Simona, die uns ein Bild von ihrem «noch immer laufenden» Kleinod geschickt hat (siehe Bildstrecke). Auch Patric Husistein schreibt: «Mein Gameboy ist nicht totzukriegen. Ich habe ihn 1991 oder 1992 bekommen und er läuft immer noch. Jetzt habe ich ihn an meine Söhne vermacht. Er hatte schon ein Vollbad, ausgelaufene Batterien, war bei Regen und Wetter draussen ... Wie gesagt er läuft noch immer ... ein Wunderding!»

Bei vielen Lesern kommen beim Gedanken an den Nintendo-Handheld wehmütig-nostalgische Gefühle hoch. Debora Santacatterina etwa vermisst die alten Zeiten ebenso wie Angelo Manna, der den vergangenen Game-Boy-Tagen nachtrauert, «als das Leben unbeschwert war und ‹Super Mario› noch nicht als Killer-Shooter-Action-Ballerspiel bezeichnet wurde».

Auch Eltern wollten mitspielen

Interessant ist auch, dass einige Leser ihre Erziehungsberechtigten offensichtlich mit dem Game-Boy-Virus infizierten. Wie Marcel Arnold schreibt, stimmten seine Eltern dem Kauf des Gerätes nur unter der Bedingung zu, dass sein Vater auch damit spielen konnte. Debora Santacatterinas Eltern schickten ihre Tochter gar früher ins Bett, damit «au si mol händ chöna zoggä».

Kam einmal ein Game Boy abhanden, war das Drama perfekt, und die Leser liessen so lange nicht locker, bis die Eltern den schmerzlichen Verlust ersetzten. «Als wir in Brasilien waren, musste ich ihn einem meiner Cousins schenken, und danach habe ich tagelang geweint, bis ich einen neuen erhalten habe», schildert Felipe Lima de Oliveira sein traumatisches Erlebnis. Eine ähnliche Erfahrung musste (oder durfte) auch Denise Neukom machen, deren Game Boy in den Sommerferien auf Rhodos gestohlen wurde: « Mein Vater war natürlich so lieb und fuhr mit mir in die Innenstadt, um mir einen neuen, pinken(!) Game Boy zu kaufen – der beste Papa der Welt halt! Irgendwann später eröffnete er mir jedoch, dass er bloss mein Geweine nicht noch eine weitere Woche ertragen wollte.»

Auffällig ist bei den Leser-Meldungen, dass die Erinnerungen an den Game Boy durchwegs positiv sind und sich die meisten in die Zeit zu Beginn der 90er-Jahre zurücksehnen. Oder, wie es Leserin Simona in spielerischer Hinsicht auf den Punkt bringt: «Immer wieder habe ich überlegt, ob ich mir eine neue portable Konsole zulegen soll – am Smartphone spielen ist einfach nicht das selbe Feeling. Ich will Knöpfe!»

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