Aktualisiert 22.09.2019 04:05

Nachts onlineSmartphones rauben Schülern den Schlaf

Forscher warnen vor Handys im Kinderzimmer: Drei Viertel der Jugendlichen geben in einer Untersuchung an, dass sie nachts ihr Smartphone nicht ausschalten.

von
chk
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Kann den Schlaf nachhaltig stören: Ein Schüler spielt im Bett mit seinem Smartphone. (Archivbild)

Kann den Schlaf nachhaltig stören: Ein Schüler spielt im Bett mit seinem Smartphone. (Archivbild)

Keystone/Christof Schuerpf
Mobiltelefone im Kinderzimmer können zu Schlafstörungen führen.

Mobiltelefone im Kinderzimmer können zu Schlafstörungen führen.

Keystone/Christof Schuerpf
Drei Viertel der Heranwachsenden geben an, dass sie ihr Smartphone nachts nicht ausschalten.

Drei Viertel der Heranwachsenden geben an, dass sie ihr Smartphone nachts nicht ausschalten.

Keystone/Christof Schuerpf

Smartphones im Kinderzimmer können zu Schlafstörungen führen. Das zeigt eine neue Untersuchung von Schweizer Forschern, wie die «SonntagsZeitung» berichtet. 843 Schulkinder im Alter von 13 bis 15 Jahren haben Wissenschaftler des Schweizerischen Tropen- und Public-Health-Instituts in Basel, eine mit der Uni Basel assoziierte Forschungseinrichtung, zu Handynutzung und Schlafqualität befragt.

Ergebnis: Im Schnitt sitzen die Jugendlichen täglich mehr als drei Stunden vor einem Handy- oder PC-Bildschirm – jeder vierte sogar vier Stunden und länger. Drei Viertel der Heranwachsenden gaben an, dass sie ihr Smartphone nachts nicht ausschalten.

Unruhiger Schlaf

Das kann den Schlaf nachhaltig stören. «Es reicht schon, einmal im Monat nachts durch einen Anruf oder einen Nachricht geweckt zu werden», sagt Studienleiter Martin Röösli, Professor für Epidemiologie. «Diese Jugendlichen haben fünf Mal öfter einen unruhigen Schlaf entwickelt und hatten drei Mal häufiger Probleme beim Einschlafen als die anderen Schulkinder.»

Der Grund könne sein, «dass schon die Erwartung genügt, eine Nachricht oder einen Anruf zu bekommen, um den Schlaf negativ zu beeinflussen». Das nächtliche Aufwachen führe zu einer «Zunahme von Schlaf- und Konzentrationsproblemen», sagt Röösli. Zusammen mit dem frühen Unterrichtsbeginn an den Schulen könne das auf Dauer gesundheitliche Folgen haben.

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