16.06.2015 07:47

Samsung und LGSmartwatches sind leichte Beute für Datendiebe

Eine US-Studie gibt der Sicherheit von Datenuhren schlechte Noten. Mit relativ wenig Aufwand liessen sich persönliche Informationen stehlen.

von
ray
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Die Samsung Gear 2 Neo wurde von US-Forschern mit kleinem Aufwand gehackt.

Die Samsung Gear 2 Neo wurde von US-Forschern mit kleinem Aufwand gehackt.

Auch die LG G Watch plauderte persönliche Daten ihrer Besitzer aus.

Auch die LG G Watch plauderte persönliche Daten ihrer Besitzer aus.

Wie sich die Apple Watch im Sicherheitstest schlägt, wollen die amerikanischen Datenforensiker im August mitteilen.

Wie sich die Apple Watch im Sicherheitstest schlägt, wollen die amerikanischen Datenforensiker im August mitteilen.

In einem Test der Universität von New Haven im US-Bundesstaat Connecticut konnten die Smartwatches LG G Watch und Samsung Gear 2 Neo relativ leicht gehackt werden. Weil die auf den Uhren gespeicherten Daten nicht verschlüsselt werden, konnten die Forscher beispielsweise Informationen aus Kalender, Adressbuch, E-Mail-App oder Nachrichten auslesen.

«Es war nicht besonders schwierig, an die Daten heranzukommen», sagt Ibrahim Baggili, Leiter der universitären Gruppe für Cyber Forensics Research and Education in einem Bericht auf Cnet.com. Doch etwas Fachwissen und Erfahrung brauche es schon, um die Geräte zu hacken. Die Samsung-Uhr nutzt das Betriebssystem Tizen, die Uhr von LG arbeitet mit Android Wear.

Auch die Apple Watch wird untersucht

Allerdings handelt es sich bei den beiden Uhren um ältere Modelle. Wie es um die Sicherheit aktueller Smartwatches steht, wollen die Wissenschaftler nun ebenfalls untersuchen. Zurzeit wollen sie herausfinden, ob die Apple Watch ebenso leichtfertig persönliche Daten ihrer Besitzer preisgibt. Die vollständigen Untersuchungsergebnisse sollen an einer Konferenz für digitale Forensik präsentiert werden, die im August in Frankreich stattfindet.

Bereits Ende Mai zeigten Tech-Experten, wie einfach sich der Diebstahlschutz der Apple Watch überlisten lässt. Die Uhr verlangt einen PIN-Code, sobald sie vom Handgelenk entfernt wird. Im Test wurde lediglich der Sensor auf der Rückseite der Uhr mit dem Finger abgedeckt, um die Uhr nicht in den Standby-Modus zu versetzen.

Zwar besitzen noch nicht sehr viele Personen eine Datenuhr, doch dürfte die Zahl in nächster Zeit markant ansteigen. Analysten rechnen mit mehr als 28 Millionen verkauften Smartwatches weltweit für 2015. Die grössere Verbreitung an Smartwatches könnte Datendiebe auf den Plan rufen, die sich auf mangelhaft gesicherte Uhren konzentrieren.

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