Schwarze Woche: SMI verliert 8 Prozent - Auf und Ab in New York
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Schwarze WocheSMI verliert 8 Prozent - Auf und Ab in New York

Zum Schluss der scharzen Woche sackt der SMI 7,79 Prozent ein - so viel, wie seit 17 Jahren nicht mehr an einem Tag. Auch New York wankt: Binnen weniger Minuten nach Handelsbeginn sackte der Dow Jones um 660 Punkte ab. Seither werden die Kurse auf eine wilde Berg-und-Talfahrt geschickt.

Die Schweizer Börse hat die schwärzeste Woche seit langem mit dem grössten Kurseinbruch seit 17 Jahren abgeschlossen. Der Swiss Market Index (SMI) sackte am Freitag um 7,79 Prozent auf einen Schlussstand von 5.347,22 Punkten ab. Das ist der höchste prozentuale Verlust seit dem 19. August 1991.

Innert Wochenfrist verlor der SMI 22,3 Prozent. Bei hektischem Handel stürzte das Blue-Chips-Barometer am Freitagnachmittag um bis zu 9,2 Prozent in die Tiefe. Grösster Verlierer im SMI war der Zahnimplantate-Hersteller Nobel Biocare, dessen Wert nach einer weiteren Gewinnwarnung um 26,3 Prozent erodierte. Von den Finanzwerten wurde die Grossbank Credit Suisse am stärksten gebeutelt, mit einem Verlust von 16,2 Prozent. Einbussen von rund zwölf Prozent setzte es auch für die Versicherungskonzerne Swiss Life, Swiss Re und Zürich ab. UBS waren mit einem Minus von 8,2 Prozent hingegen im Mittelfeld.

Dow-Jones startet in den Miesen

Nach dem schweren Absturz zum Handelsstart (15.30 Uhr Schweizer Zeit) ist der Dow-Jones-Index am Freitag vorübergehend wieder ins Plus gedreht, um kurze Zeit später erneut zu einer Talfahrt anzusetzen. Um 17.30 Uhr stand der Index mit ca. 4 Prozent im Minus.

Die Anleger hätten Angst vor einem von der Finanzkrise ausgelösten weltweiten Wirtschaftsabschwung, erklärten Börsianer. Zudem machten schlechte Konjunktur-Nachrichten den Börsen zu schaffen.

Die US-Exporteure verzeichneten im August den stärksten Umsatzrückgang seit mehr als vier Jahren. Sie verkauften Waren und Dienstleistungen im Wert von 164,7 Mrd. Dollar ins Ausland und damit zwei Prozent weniger als im Vormonat.

Wegen sinkender Ölpreise und der schwächeren Nachfrage durch den Konjunkturabschwung schrumpften die Importe noch deutlicher. Sie gingen um 2,4 Prozent auf 223,9 Milliarden Dollar zurück.

Bei den Einzelwerten zeigten sich die Aktien des US- Industriegiganten General Electric wenig verändert. Der Gewinn des Mischkonzerns war wegen der Finanzkrise im dritten Quartal um 22 Prozent auf 4,31 Milliarden Dollar gefallen. Dennoch erfüllte das Unternehmen die Markterwartungen.

Im Finanzsektor brachen die Aktien der Bank Morgan Stanley zeitweise um 29 Prozent und die der Rivalin Goldman Sachs um 15 Prozent ein. Die Ratingagentur Moody's hatte zuvor gewarnt, dass sie die Bonitätsbewertungen für die beiden Kreditinstitute senken könnte. (dapd)

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