Börse Zürich: SMI verliert nach festerem Start
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Börse ZürichSMI verliert nach festerem Start

Der Schweizer Aktienmarkt hat den sechsten Tag in Folge mit Verlusten geschlossen. Der Swiss Market Index (SMI) büsste am Donnerstag 0,54 Prozent auf 5356,96 Punkte ein.

Nach einem freundlichen Start sind die Indizes am Nachmittag ins Minus gedreht, nachdem die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel der Einführung von Eurobonds abermals eine Absage erteilt hat.

Spekulationen um ebendiese Eurobonds und überraschend gestiegener Ifo-Geschäftsklimaindex in Deutschland hatten zuvor die Börsen europaweit in die Höhe getrieben. Zudem seien im Tagesverlauf neue Impulse aus den USA ausgeblieben, um die anfängliche Erholung als Gegenreaktion der vorangegangenen Verluste weiter zu stützen, denn die Aktienmärkte an Wall Street blieben wegen des Feiertags «Thanksgiving» geschlossen.

Der Swiss Market Index (SMI) büsste am Donnerstag 0,54 Prozent auf 5356,96 Punkte ein. Der breite Swiss Performance Index (SPI) gab um 0,45 Prozent auf 4858,16 Einheiten nach.

Im Mittelpunkt des Interesses standen Finanzpapiere und konjunktursensitive Titel, welche sich nach den Verlusten der letzten Tage erholten. Bei den Zyklikern stachen die Papiere des Computerzubehörherstellers Logitech mit einem Plus um 2,4 Prozent auf 6,81 Franken hervor.

Die Aktien der Luxusgüterhersteller Richemont und Swatch gewannen im Nachgang zu guten Uhrenexportdaten vom Mittwoch 1,9 respektive 1,8 Prozent. Ferner legten die Valoren des Personalvermittlers Adecco um 1,7 Prozent, jene des Elektrotechnikkonzerns ABB um 1,3 Prozent, des Logistikkonzerns Kühne Nagel um 0,8 Prozent und des Hörgeräteherstellers Sonova um 0,5 Prozent zu.

Die Grossbanktitel UBS ( 2,1 Prozent) und Credit Suisse ( 0,7 Prozent) waren auf tieferem Niveau wieder gesucht. Im Zuge der Übernahme-Aktivitäten um die Bank Sarasin ( 3,1 Prozent) wurden neben den bisher bestätigten Interessenten Julius Bär ( 0,1 Prozent) und der Raiffeisen-Gruppe nun auch über ein Interesse der Deutschen Bank, HSBC und von JPMorgan an den Baslern spekuliert.

Die defensiven Werte belasteten den hiesigen Aktienmarkt erheblich. Die Pharmawerte Roche (-1,3 Prozent) und Novartis (-1,7 Prozent) erlitten die prozentual grössten Einbussen im SMI. Nestlé- Titel (-0,8 Prozent) verloren ebenfalls deutlich. Die drei Titel bestreiten 60 Prozent der Marktkapitalisierung des Standardwerteindex.

Im breiten Markt waren die Energie-Titel Tagesthema, nachdem das Bundesamt für Energie die Stillegungskosten für die fünf schweizerischen Kernkraftwerke um 10 Prozent höher veranschlagt hat als noch in der bisherigen Schätzung von 2006. In der Folge mussten die BKW (-1,4 Prozent) und Alpiq (-1,3 Prozent) ihre Schätzungen für die Stilllegungskosten ihrer AKW-Aktivitäten anheben.

(sda)

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