21.10.2016 17:24

DatenschutzSnapchat und Skype sind löchrig wie Schweizer Käse

Amnesty International hat die elf beliebtesten Messenger-Dienste der Welt auf ihre Daten-Sicherheit getestet. Mit höchst unterschiedlichen Ergebnissen.

von
lia
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Weil Menschenrechte auch in der digitalen Welt geschützt werden müssen, untersuchte Amnesty International die elf global beliebtesten Messenger auf ihre Datensicherheit.

Weil Menschenrechte auch in der digitalen Welt geschützt werden müssen, untersuchte Amnesty International die elf global beliebtesten Messenger auf ihre Datensicherheit.

Keystone/Christian Beutler
Dabei schnitten Whatsapp und der Messenger von Facebook sowie die Dienste von Apple - iMessage und Facetime - aufgrund der Ende-zu-Ende-Verschlüsselung am besten ab.

Dabei schnitten Whatsapp und der Messenger von Facebook sowie die Dienste von Apple - iMessage und Facetime - aufgrund der Ende-zu-Ende-Verschlüsselung am besten ab.

Keystone/Christian Beutler
Microsofts Video-Telefonie-Dienst Skype sowie das vor allem bei Jugendlichen beliebte Snapchat enttäuschten hingegen.

Microsofts Video-Telefonie-Dienst Skype sowie das vor allem bei Jugendlichen beliebte Snapchat enttäuschten hingegen.

Keystone/Christian Beutler

Nach Whatsapp führte Facebook kürzlich die Ende-zu-Ende-Verschlüsselung auch für den Messenger des sozialen Netzwerks ein. Obwohl dieser nicht automatisch aktiviert ist, sondern umständlich installiert werden muss, verhalf die Sicherheitsmassnahme dem Dienst nun zu einer besseren Bewertung in einer Untersuchung von Amnesty International.

Die Menschenrechtsorganisation nahm die elf beliebtesten Messenger der Welt genauer unter die Lupe, um herauszufinden, wie gut die Privatsphäre der Nutzer geschützt ist. Die Verschlüsselung helfe nämlich, Menschenrechte im digitalen Raum zu schützen, so Amnesty.

Facebook und Apple als Sieger

Dabei schnitten die bereits genannten Dienste von Facebook sowie jene von Apple – iMessage und Facetime – am besten ab. Microsofts Video-Telefonie-Dienst Skype sowie das vor allem bei Jugendlichen beliebte Snapchat enttäuschten hingegen. Die unverschlüsselte Kommunikation ermögliche die Überwachung durch Geheimdienste sowie das Abgreifen der Daten durch Internetkriminelle, heisst es.

Amnesty International stellt deshalb drei Forderungen an die Betreiber: Die Ende-zu-Ende-Verschlüsselung soll als Standard eingesetzt und die User deutlich über den Grad der Verschlüsselung informiert werden. Ausserdem soll regelmässig bekannt gegeben werden, welche Anfragen von Regierungen eingegangen sind und wie die Betreiber darauf reagiert haben.

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