Deutlicher Kursanstieg: SNB-Aktie erlebt einen Höhenflug

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Deutlicher KursanstiegSNB-Aktie erlebt einen Höhenflug

Die Aktie der Schweizerischen Nationalbank (SNB) hat in jüngster Zeit stark an Wert gewonnen. Weshalb, ist unklar.

von
lin
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Auch Privatpersonen können Aktien der Nationalbank halten.

Auch Privatpersonen können Aktien der Nationalbank halten.

Keystone/Peter Klaunzer
Das Papier wird an der Börse gehandelt in Zürich gehandelt.

Das Papier wird an der Börse gehandelt in Zürich gehandelt.

Keystone/Ennio Leanza
Die SNB führt jedes Jahr eine Generalversammlung der Aktionäre durch. Im Bild: SNB-Präsident Thomas Jordan (l.) an der letztjährigen GV mit Bankrats-Mitglied Heinz Karrer.

Die SNB führt jedes Jahr eine Generalversammlung der Aktionäre durch. Im Bild: SNB-Präsident Thomas Jordan (l.) an der letztjährigen GV mit Bankrats-Mitglied Heinz Karrer.

Keystone/Peter Schneider

Die Schweizerische Nationalbank (SNB) ist als Aktiengesellschaft organisiert und ihre Aktien werden an der Börse in Zürich gehandelt. In den vergangenen Wochen ist der Wert des Papiers regelrecht in die Höhe geschossen. Mitte April kostete eine SNB-Aktie gut 1650 Franken, inzwischen sind es rund 2150 Franken. Das ist nahe am Allzeithoch von 2400 Franken von Mitte der 1990er-Jahre.

Wie die «Finanz und Wirtschaft» schreibt, ist unklar, weshalb die SNB-Aktie so deutlich an Wert gewonnen hat. Da von dem Titel nur wenige Wertpapiere gehandelt werden, bewirkt schon ein kleiner Anstieg der Nachfrage eine deutliche Kursveränderung.

Professor ist grösster Aktionär

Von allfälligen SNB-Gewinnen können Aktionäre übrigens nicht profitieren: Die Dividenden sind auf 15 Franken pro Titel beschränkt, was zurzeit einer Rendite von knapp 0,7 Prozent entsprechen würde.

Rund 48 Prozent der SNB-Aktien waren per Ende 2016 in Privatbesitz. Kantone, Kantonalbanken, Gemeinden und weitere öffentlich-rechtliche Akteure halten die Mehrheit. Der Bund selbst besitzt keine SNB-Aktien. Der grösste SNB-Aktionär ist eine Privatperson: Theo Siegert, deutscher Unternehmer und Professor, hielt per Ende Jahr 6,7 Prozent an der Schweizer Notenbank. An zweiter Stelle folgt der Kanton Bern mit 6,63 Prozent, an dritter der Kanton Zürich mit 5,2 Prozent.

SNB entscheidet völlig unabhängig

Das Stimmrecht der insgesamt 2188 privaten Aktionäre ist auf maximal je 100 Aktien beschränkt. Die öffentliche Hand kontrolliert deshalb knapp 75 Prozent der stimmberechtigten Aktien. Auf die geldpolitischen Entscheide kann aber auch die öffentliche Hand keinen Einfluss nehmen. Die SNB agiert bei ihren Entscheiden völlig unabhängig – so schreibt es das Nationalbankgesetz vor.

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