Girokonten: SNB hebt Negativzins-Ausnahmen auf

Aktualisiert

GirokontenSNB hebt Negativzins-Ausnahmen auf

Dass die Währungshüter selber nicht von den Strafzinsen betroffen sind, hatte für Unmut gesorgt. Jetzt ändert die SNB ihre Verzinsungspolitik.

SNB-Chef Thomas Jorda.

SNB-Chef Thomas Jorda.

Die Schweizerische Nationalbank (SNB) hat die Zahl der Girokonten, die von ihren Negativzinsen ausgenommen sind, reduziert. Neu werden unter anderem auch die Pensionskassen des Bundes Publica und der SNB selbst belastet.

Dass die Währungshüter selber nicht von den Strafzinsen betroffen sind, hatte für Unmut gesorgt. Einen konkreten Grund für die geänderte Verzinsungspolitik nennt die SNB im Communiqué vom Mittwoch nicht.

Künftig werden nur noch die Girokonten der zentralen Bundesverwaltung und der Ausgleichsfonds AHV/IV/EO nicht den Negativzinsen unterliegen, wie es weiter hiess. Die SNB will aber die Entwicklung der Giroguthaben auf diesen Konten weiterhin beobachten.

Konten von Genf und Zürich aufgelöst

Die Girokonten bundesnaher Betriebe bei der SNB werden dagegen den Negativzinsen unterstellt, was unter anderem die Pensionskasse Publica belasten wird. Die betroffenen Kontoinhaber erhalten den Minimalfreibetrag von 10 Millionen Franken, auf denen kein Negativzins geschuldet ist.

Ausserdem werden die Konten der Kantone Genf und Zürich sowie der Stadt Zürich aufgelöst. Die drei Konten hatten laut den Angaben kaum noch Verwendung gefunden und die Konteninhaber sind nicht mehr Teil des aktuellen Geschäftskreises der Nationalbank. (sda)

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