Aktualisiert 23.04.2020 06:33

Erstes Quartal 2020

SNB mit 38,2 Milliarden Franken Verlust

Die Schweizerische Nationalbank weist für das erste Quartal im laufenden Jahr einen hohen Verlust aus. Der Grund dafür ist die Corona-Krise.

von
dmo
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SNB-Präsident Thomas Jordan am Mediengespräch im Dezember 2019.

SNB-Präsident Thomas Jordan am Mediengespräch im Dezember 2019.

Keystone/Marcel Bieri
Wie die Schweizerische Nationalbank am Donnerstag in einer Mitteilung schreibt, verzeichnet sie im ersten Quartal 2020 eine Verlust...

Wie die Schweizerische Nationalbank am Donnerstag in einer Mitteilung schreibt, verzeichnet sie im ersten Quartal 2020 eine Verlust...

Keystone/Anthony Anex
...von 38,2 Milliarden Franken.

...von 38,2 Milliarden Franken.

Keystone/Martin Ruetschi

Die Schweizerische Nationalbank (SNB) hat im ersten Quartal einen sehr hohen Verlust erlitten. Grund ist das wegen der Corona-Krise harsche Umfeld an den Finanzmärkten und der damit verbundene Anstieg des Frankens.

Konkret weist die SNB für die Periode von Januar bis März 2020 einen Verlust von 38,2 Milliarden Franken aus. Dazu trugen insbesondere die Fremdwährungspositionen bei, auf denen ein Verlust von 41,2 Milliarden resultierte, wie die SNB am Donnerstag mitteilte.

Verlust fiel höher aus als geschätzt

Auf dem mengenmässig unveränderten Goldbestand resultierte hingegen ein Bewertungsgewinn von 2,8 Milliarden. Und auch auf den Frankenpositionen erzielte die Notenbank ein Plus von 0,3 Milliarden, das im Wesentlichen aus den Negativzinsen auf Girokontoguthaben resultierte.

Ein hoher Verlust war erwartet worden, er fiel allerdings noch höher aus als geschätzt. Die Ökonomen der Grossbank UBS etwa hatten den Quartalsverlust im Vorfeld auf rund 30 Milliarden Franken prognostiziert.

Im Gesamtjahr 2019 hatte die SNB aufgrund des freundlichen Finanzmarktumfeldes noch einen Gewinn von 49 Milliarden Franken erzielt. Die SNB betonte am Donnerstag daher wie üblich, dass ihr Ergebnis überwiegend von der Entwicklung der Gold-, Devisen und Kapitalmärkte abhängig sei. Starke Schwankungen seien deshalb die Regel und Rückschlüsse vom Zwischenergebnis auf das Jahresergebnis nur bedingt möglich. (dmo/sda)

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