27.06.2014 19:25

«Mentales Hindernis»Sneijder schäumt wegen Schiri-Spray

Bei der WM in Brasilien fallen sehr viele Tore. Wenige davon aber nach Freistössen. Der holländische Spezialist Wesley Sneijder will das Problem kennen.

von
heg

Hollands Wesley Sneijder hat ein Problem. Nicht eines mit der Elftal, diese hat alle drei Vorrundenspiele bei der WM gewonnen und trifft als Gruppensieger im Achtelfinal auf Mexiko. Aber eines mit dem Toreschiessen. Der 30-jährige Offensivspieler traf an der Endrunde noch nicht.

Sneijder selbst glaubt zu wissen, warum er noch ohne Treffer ist. Der weisse Spray, den die Schiedsrichter bei Freistössen benutzen, ist ihm ein Dorn im Auge. «Das ist ein mentales Hindernis. Wenn man den Freistoss tritt, hat man das Gefühl, dass da eine Wand steht», meckert er über die WM-Neuerung.

Messi versenkt ohne Linie souverän

Viele Freistoss-Tore sind bisher tatsächlich noch nicht gefallen. Ob es nur an der weissen Linie liegt, ist fraglich. Wie man souverän einen Freistoss im Kasten versenkt, zeigte Argentiniens Lionel Messi beim 3:2-Sieg gegen Nigeria, als er zum 2:1 traf. Bei dieser Aktion verzichtete der Schiedsrichter auf die weisse Linie.

Messis Freistosstor gegen Nigeria. (Video: YouTube)

Dass es ohne Spray tatsächlich besser funktionieren kann mit Toren, bewies auch Blerim Dzemaili. Bei der 2:5-Klatsche gegen Frankreich traf der Napoli-Söldner aus grosser Distanz.

Dzemailis Kracher gegen Frankreich (Video: Youtube)

Der Torrekord wackelt trotzdem

Treffen die Spieler weiterhin so oft, könnte die WM in Brasilien die torreichste der Geschichte werden. 136 Treffer fielen in den 48 Vorrundenspielen. Das ist ein Schnitt von 2,83 Treffern pro Partie. Bei der WM in Mexiko 1970 lag der Wert mit 2,97 Toren pro Spiel nur unwesentlich höher. Am meisten Tore überhaupt an einer WM fielen 1998 in Frankreich. 171 Treffer waren es in 64 Spielen.

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