Champions League: Sneijder schiesst Galatasaray ins Glück
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Champions LeagueSneijder schiesst Galatasaray ins Glück

Galatasaray Instanbul entscheidet die zweigeteilte Schnee-Schlacht gegen Juventus 1:0 für sich. Damit stehen die Türken im Achtelfinal der Champions League.

Juventus Turin ist in der Champions League ausgeschieden. Der italienische Meister verlor in der Gruppe B die entscheidende Partie um Platz 2 gegen Galatasaray, die aufgrund des Wintereinbruchs in Istanbul in zwei Teilen durchgeführt wurde, mit 0:1.

Dank dieses Sieges zogen die Türken an Juventus vorbei. Die «Bianconeri», denen ein Remis gereicht hätte, werden zu Beginn des neuen Jahres mit der Europa League vorlieb nehmen müssen.

Der Match wurde am Mittwochnachmittag fortgesetzt, nachdem er rund 17 Stunden davor wegen starken Schneefalls abgebrochen worden war. Knapp 60 Minuten mussten nachgeholt werden.

Das Champions-League-Out der Turiner besiegelte Wesley Sneijder. Der holländische Internationale, der erst gerade eine Verletzung überstanden hatte, versetzte der Juve mit seinem goldenen Tor in der 85. Minute den K.o.-Schlag. Sneijder traf nach einer Kopfball-Vorlage von Didier Drogba mit einem Flachschuss zwischen Leonardo Bonuccis Beinen hindurch. Star-Goalie Gianluigi Buffon war machtlos. Für Galatasaray war es erst die zweite Grosschance des Spiels. Eine erste Möglichkeit auf das 1:0 hatte Drogba in der 57. Minute vergeben. Der Stürmer von der Elfenbeinküste sah seinen Schuss durch einen mirakulösen Reflex von Buffon abgewehrt.

Terrain in katastrophalem Zustand

Unter dem Strich verlief die gesamte Partie recht ausgeglichen. Das Geschehen war geprägt von den höchst ungewöhnlichen Wetterbedingungen. Bei der Wiederaufnahme des Spiels durch den portugiesischen Schiedsrichter Pedro Proença waren die Verhältnisse nicht wesentlich besser als am Dienstagabend beim Abbruch. In Istanbul schneite es erneut, hinzu kam phasenweise starker Wind. Das Terrain war ramponiert, immerhin war es eher grün oder schwarz als weiss. In gewissen Teilen des Rasens blieb der Ball jeweils stecken.

Für das vom Italiener Roberto Mancini trainierte Galatasaray war es unter diesen Umständen nicht einfach, dem geforderten Tor nachzurennen. Es musste auf den «Lucky Punch» hoffen, der dann tatsächlich erfolgte. Die Festung Juventus, die in der heimischen Meisterschaft zuletzt sieben Mal in Serie zu Null gewonnen hatte, war geknackt. Die Turiner waren nach dem Abpfiff rasch in den Katakomben verschwunden.

Lichtsteiner glücklos

Den Untergang der «Alten Dame» konnte auch Stephan Lichtsteiner nicht verhindern. Der Innerschweizer, der eher unauffällig blieb, hatte erstmals wieder seit Anfang Oktober in der Stammformation von Juventus figuriert. Hingegen fehlte Regisseur Andrea Pirlo mit einer Knie-Verletzung.

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Galatasaray Istanbul - Juventus Turin 1:0 (0:0)

Türk Telekom Arena. 45'000 Zuschauer. - SR Proença (Por).

Tor: 85. Sneijder 1:0.

Galatasaray Istanbul: Muslera; Chedjou, Semih Kaya, Gökhan Zan; Eboué (81. Umut Bulut), Felipe Melo, Selcuk Inan, Riera; Sneijder (92. Gülselam); Burak Yilmaz, Drogba.

Juventus Turin: Buffon; Barzagli, Bonucci (90. Giovinco), Chiellini; Lichtsteiner, Vidal, Pogba, Marchisio (87. Quagliarella), Asamoah; Llorente, Tevez.

Bemerkungen: Juventus Turin u.a. ohne Pirlo (verletzt). Spiel war am Dienstagabend wegen starken Schneefalls nach 31 Minuten abgebrochen worden, rund 17 Stunden später wurde es fortgesetzt. (si)

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