Aktualisiert 15.02.2018 14:48

Vorarlberg (A)Snowboarder bei - 14 Grad aus Bach gerettet

Ein 36-jähriger Snowboarder aus den USA ist am Mittwochnachmittag in Lech am Arlberg aus einem Bach gerettet worden.

von
20M
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Die Rettungsaktion gestaltete sich sehr aufwendig.

Die Rettungsaktion gestaltete sich sehr aufwendig.

Polizei Vorarlberg
Bei -14 Grad musste der Snowboarder mit einer Trage (300 Meter und 100 Höhenmeter) aus einem Flussbett geborgen werden

Bei -14 Grad musste der Snowboarder mit einer Trage (300 Meter und 100 Höhenmeter) aus einem Flussbett geborgen werden

Polizei Vorarlberg

Der 36-Jährige war am Mittwochachmittag neben der Piste unterwegs, als er zu weit in das Tobel des Markbachs geriet und in den Bach stürzte. Zwei nachkommende Skifahrer aus Deutschland bemerkten den erschöpften und durchnässten Wintersportler und setzten einen Notruf ab.

Einer der Deutschen war mit Tourenski ausgerüstet und konnte selbstständig aus der Schlucht wieder aufsteigen, sein Begleiter jedoch musste mit dem Snowboarder bei Temperaturen von minus 14 Grad auf Hilfe warten, wie die Vorarlberger Polizei am Donnerstag mitteilte.

Der alarmierte Polizeihelikopter konnte in der Dämmerung den Snowboarder lokalisieren und einen Bergretter in dessen Nähe absetzen. Eine Seilbergung war jedoch in der einsetzenden Dunkelheit nicht mehr möglich. Während der unverletzte Skifahrer von der Bergrettung begleitet selbst aufsteigen konnte, musste der Amerikaner in einer Trage über 300 Meter (ca. 100 Höhenmeter) aus dem Tobel gezogen und durch Waldgebiet auf eine Forststrasse gebracht werden. Dort konnte er mit Hilfe eines Schneegeländefahrzeuges nach Zug (A) gefahren werden.

Um 21.40 Uhr wurde der Snowboarder der Mannschaft des Roten Kreuzes übergeben, die ihn ins Landeskrankenhaus Bludenz brachten. Er erlitt eine Unterkühlung und war stark erschöpft. (20M/sda)

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