Aktualisiert 18.01.2017 10:47

US-Whistleblower

Snowden darf länger in Russland bleiben

Der Kreml hat die Aufenthaltserlaubnis von Edward Snowden verlängert. Der US-Whistleblower erhält Asyl in Russland bis 2019.

von
fal
1 / 6
Grünes Licht des Kremls: Edward Snowden darf sich zwei Jahre länger in Russland aufhalten. (9. Juni 2013)

Grünes Licht des Kremls: Edward Snowden darf sich zwei Jahre länger in Russland aufhalten. (9. Juni 2013)

Keystone
Aus dem Exil zugeschaltet: Edward Snowden äussert sich per Video zu den Medienvertretern in New York. (16. September 2016)

Aus dem Exil zugeschaltet: Edward Snowden äussert sich per Video zu den Medienvertretern in New York. (16. September 2016)

kein Anbieter/Spencer Platt/Getty Images
Vor dem Beginn der Pressekonferenz spricht David Fenton, Gründer und Chef der Fenton Communications, zu den Medienvertretern.

Vor dem Beginn der Pressekonferenz spricht David Fenton, Gründer und Chef der Fenton Communications, zu den Medienvertretern.

kein Anbieter/Spencer Platt/Getty Images

Die Sprecherin des Aussenministeriums Maria Sacharowa bestätigte heute auf ihrer Facebook-Seite, dass die Aufenthaltsgenehmigung von Edward Snowden um zwei Jahre verlängert wurde. Eine weitere Stellungnahme lehnte der Kreml ab. Die bisherige Aufenthaltserlaubnis des früheren US-Geheimdienstmitarbeiters war bis August 2017 gültig.

Snowden hatte die Überwachungspraktiken des US-Geheimdienstes NSA öffentlich gemacht. Er lebt nach einer abenteuerlichen Flucht seit Juni 2013 an einem geheimen Ort in Russland. Die USA fordern seine Auslieferung wegen Geheimnisverrats. Russland lehnt jedoch eine Abschiebung ab. Dem 33-Jährigen droht in seiner ursprünglichen Heimat eine Haftstrafe.

Russischer Jurist als Fürsprecher

Unmittelbar nach dem Wahlsieg von Donald Trump hatte Snowdens Anwalt, Anatoli Kutscherena, betont, dass sich Moskau auch nach einer möglichen Verbesserung der russisch-amerikanischen Beziehungen nicht auf eine Abschiebung einlassen werde. Der dem Kreml nahe stehende Jurist sagte, die Aufenthaltsgenehmigung sei «rechtlich nicht zu beanstanden». (fal/sda)

Deine Meinung

Fehler gefunden?Jetzt melden.