Aktualisiert 14.11.2011 04:44

UnfallverhütungSnowparks sollen sicherer werden

Rund 6 Prozent der Verletzungen, die den Pistenrettungsdienst erfordern, ereignen sich in Snowparks. Jetzt will die bfu Abhilfe schaffen.

Die Snowparks, ausgerüstet mit Sprüngen, Halfpipes und Cross-Strecken, wiesen vielerorts bauliche Mängel auf, die zu einem erhöhten Unfallrisiko führen.

Die Snowparks, ausgerüstet mit Sprüngen, Halfpipes und Cross-Strecken, wiesen vielerorts bauliche Mängel auf, die zu einem erhöhten Unfallrisiko führen.

Viele Wintersportgebiete verfügen heute über einen «Snowpark». Nicht alle Anlagen genügen jedoch den Sicherheitsansprüchen. Der Verband Schweizer Seilbahnen (SBS) und die Beratungsstelle für Unfallverhütung (bfu) wollen mit einem gemeinsamen Leitfaden diesem Umstand entgegenwirken.

Die Snowparks, ausgerüstet mit Sprüngen, Halfpipes und Cross- Strecken, wiesen vielerorts bauliche Mängel auf, die zu einem erhöhten Unfallrisiko führten, heisst es im Leitfaden, der am Freitag in Bern vorgestellt wurde.

Kreativität nicht einschränken

Rund 6 Prozent der Verletzungen, die den Pistenrettungsdienst erfordern, ereignen sich gemäss der Broschüre in Snowparks. Mehrheitlich verletzen sich die Wintersportler bei einem Sprung - ein klassischer Selbstunfall.

Für Laien sei es oftmals schwierig, sichere von gefährlichen Sprüngen zu unterscheiden. Ziel sei es, die Unfallgefahr zu verringern ohne die Kreativität einzuschränken. Als Autor zeichnet Snowboard-Pionier Marc Walder verantwortlich, unterstützt wurde er von Halfpipe-Olympiasieger Gian Simmen.

Snowparks bringen Gäste

Anhand von Beispielen wird im Leitfaden aufgezeigt, wie eine sichere Anlage geplant, gebaut und gewartet wird. So werden etwa Angaben zur Höhe und Breite eines idealen Sprunges gemacht.

Den Wintersportanlagen bringen die Snowparks aus Sicht der Autoren zusätzliche Gäste. Pisten müssten inzwischen nicht mehr nur präpariert, sondern vielmehr gestaltet werden.

Verhalten optimistisch

Mit Blick auf die bevorstehende Wintersaison zeigten sich die Schweizer Seilbahnen am Freitag optimistisch. Der starke Franken werde die Branche «gewiss tangieren», teilte der Verband mit. Man verfüge aber über eine breite Angebotspalette für unterschiedliche Budgets.

Bereits im Oktober hatte der SBS verkündet, rund 70 Prozent der Tages- und Mehrfahrtenkarte würden sich in der kommenden Saison nicht verteuern. Dem Verband gehören rund drei Viertel der Schweizer Seilbahnunternehmen an.

Notiz an die Redaktion: Folgt mehr nach MK bis 1630

(sda)

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