Hyperlapse-Video: So atemberaubend schön ist Luzern bei Nacht
Aktualisiert

Hyperlapse-VideoSo atemberaubend schön ist Luzern bei Nacht

Ein Zuger Hobbyfilmer mit Faible für die Nacht hat sich der Stadt Luzern angenommen. Entstanden sind spektakuläre Aufnahmen, die auch dem Tourismus dienen sollen.

von
Simon Wespi
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Oliver Schmid ist Hobbyfilmer und realisiert faszinierend schöne Zeitraffer. Jetzt hat sich der Zuger für ein Projekt in Luzern entschieden.

Oliver Schmid ist Hobbyfilmer und realisiert faszinierend schöne Zeitraffer. Jetzt hat sich der Zuger für ein Projekt in Luzern entschieden.

Oliver Schmid
Insgesamt hat Schmid 20'000 Bilder geschossen. Entstanden ist ein spektakuläres Video.

Insgesamt hat Schmid 20'000 Bilder geschossen. Entstanden ist ein spektakuläres Video.

Oliver Schmid
Von November bis März ist er 19-mal nach Luzern gefahren um Aufnahmen zu machen. «Ich habe 54 Stunden auf den nächtlichen Strassen der Stadt verbracht», so der Hobbyfilmer.

Von November bis März ist er 19-mal nach Luzern gefahren um Aufnahmen zu machen. «Ich habe 54 Stunden auf den nächtlichen Strassen der Stadt verbracht», so der Hobbyfilmer.

Oliver Schmid

Der Zuger Hobbyfilmer Oliver Schmid ealisiert faszinierend schöne Zeitraffer. Nun hat der 42-jährige in Luzern gedreht: «In Luzern sind die Voraussetzungen ideal. Die Wasserspiegelungen sind grossartig und auch der Pilatus ist prädestiniert», sagt Schmid.

Die Technik, die er anwendet, heisst Hyperlapse. «Ich stelle die Kamera auf das Stativ und verschiebe dieses jeweils zwischen 20 und 60 Zentimetern», sagt Schmid. Von November bis März fuhr er 19-mal nach Luzern, um Aufnahmen zu machen. «Ich habe 54 Stunden auf den nächtlichen Strassen der Stadt verbracht», so Schmid. Meist begann er mit seiner Arbeit in der Dämmerung.

«Touristen blieben lange stehen»

Entstanden ist ein dreiminütiges Video, für das Schmid 20'000 Bilder schoss. Das Hyperlapse-Video beginnt mit einer Sequenz der Jesuitenkirche. «Dazu bin ich das Reussufer abgelaufen», sagt Schmid. Die Schwierigkeit dabei: «Der Boden war nicht glatt und Pfosten von Brücken sowie Bäume standen im Weg.» Auf der Kapellbrücke stellte Schmid das Stativ zuerst etwas seitlich hin, damit er Passanten nicht behindert. «Mit den Fotos war ich aber nicht zufrieden», so der Zuger. Also platzierte er das Stativ in die Mitte der Brücke. «Passanten und Touristen blieben lange stehen und trauten sich kaum vorbeizulaufen», erinnert er sich. Für die Aufnahmen auf der Kapellbrücke bewegte er das Stativ während zwei Stunden Stück für Stück vorwärts.

Für den Schluss des Videos liess sich Schmid etwas besonderes einfallen: «Ich wollte beim Löwendenkmal den letzten Atem des sterbenden Löwen festhalten», sagt Schmid. So liess er diesen mit After Effects die Tatze bewegen.

Luzern Tourismus sponsert das Video

Die Freude bei Luzern Tourismus ist gross. «Der Film ist ausserordentlich gut gelungen. Man sieht, dass viel Herzblut investiert wurde», sagt Sprecherin Sibylle Gerardi. Luzern Tourismus unterstützte Schmid beim Projekt. «Wir erhoffen uns, dass die aussergewöhnlichen Bilder für einen Besuch in die Region Luzern-Vierwaldstättersee motivieren. Viele der Bilder zeigen auch die Stadt Luzern im Winter, was unsere Strategie unterstützt, die Attraktivität der Stadt im Winter noch bekannter zu machen», so Gerardi weiter.

Wie faszinierend schön die Schweiz bei Nacht ist, hat Schmid bereits letztes Jahr in einem Timelapse-Video festgehalten. Oliver Schmid ist selbständig, er entwickelt Websites und designt Apps. Auf die Frage, wieso er Zeitraffer realisiert und was ihn immer wieder antreibt, sagt er: «Ich möchte Geschichten bei Nacht erzählen. Die Freude an Bildern treibt mich immer wieder an.»

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