Nach draussen: So bekommen Sie in null Komma nichts gute Laune
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Nach draussenSo bekommen Sie in null Komma nichts gute Laune

Allein oder mit anderen, im Wald oder in der Stadt: Bewegung im Freien hilft laut Psychologen immer. Schon nach ein paar Minuten fühlt man sich besser.

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Wenn es wie aus Kübeln schüttet, sinkt die Laune vieler Menschen in den Keller.

Wenn es wie aus Kübeln schüttet, sinkt die Laune vieler Menschen in den Keller.

Flickr.com/U.S. Army/CC BY 2.0
Abhilfe in Minutenschnelle schaffen laut einer Studie von Forschern der Iowa State University nicht etwa «Happy Pills», ...

Abhilfe in Minutenschnelle schaffen laut einer Studie von Forschern der Iowa State University nicht etwa «Happy Pills», ...

Flickr.com/Alexander Baxevanis/CC BY 2.0
... sondern Bewegung. Und das Beste: Man muss sich dafür noch nicht einmal in die Trainings-Klamotten schmeissen. Spazieren reicht schon - egal ob allein oder in der Gruppe, im Sonnenschein oder Regen.

... sondern Bewegung. Und das Beste: Man muss sich dafür noch nicht einmal in die Trainings-Klamotten schmeissen. Spazieren reicht schon - egal ob allein oder in der Gruppe, im Sonnenschein oder Regen.

Colourbox.com

Gerade in der dunklen Jahreszeit fällt es Menschen häufig schwer, gute Laune zu entwickeln. Das kann unter anderem an einem Mangel an Vitamin D liegen (siehe Box).

Doch nicht nur der Kontakt mit Sonnenstrahlen, auch die Bewegung selbst kann zur Stimmungsaufhellung beitragen, wie Forscher der Iowa State University im Fachjournal «Emotion» schreiben. Und das Beste: Man muss sich dafür noch nicht einmal in die Trainings-Klamotten schmeissen. Spazieren reicht schon.

Stehen und sitzen für die Forschung

Zu diesem Schluss kamen Jeffrey Miller und Zlatan Krizan durch mehrere Experimente: Im ersten musste ein Teil der Probanden zwölf Minuten über den Campus spazieren, eine andere Gruppe war ebenfalls zwölf Minuten unterwegs. Dies allerdings in weniger ansprechender Umgebung: in den Fluren der Hochschule. Die Teilnehmer der dritten Gruppe durfte sitzen bleiben.

Die Forscher wollten wissen, welche Rolle die Umgebung für die Stimmung spielt. Der Vergleich der beiden Gruppen zeigte, dass alle Teilnehmer nach der Tour besser gelaunt waren als vor dem Spaziergang. Zudem hatten sie mehr Elan, waren aufmerksamer und selbstbewusster. Bei der sitzenden Vergleichsgruppe hatte sich hingegen nichts getan.

Deutliche Ergebnisse

Im zweiten Experiment versuchten Miller und Krizan herauszufinden, ob man jemandem auch den Spass an der Bewegung nehmen kann. Dafür informierten sie alle Teilnehmer darüber, dass sie im Anschluss ans Spazieren und ans Sitzen einen mehrseitigen Aufsatz verfassen müssten.

Die auf die Aktivität folgende Befragung der Teilnehmer zeigte: Diejenigen, die sich bewegt hatten, waren nach dem Spaziergang noch immer frohen Mutes. Ganz anders diejenigen, die zum Sitzen verdonnert worden waren: Sie waren hinterher deutlich schlechter gelaunt.

Hauptsache Hintern hoch

Ein ähnliches Ergebnis wurde auch im dritten Experiment erzielt: In diesem hatten die Probanden sich ein zehnminütiges Video anschauen müssen – entweder sitzend oder stehend auf dem Laufband oder auf einer Trainingsmaschine sportelnd. Wieder verbesserte sich nur die Laune der aktiven Teilnehmer.

Die Forscher vermuten, dass simple Bewegungen wie Gehen direkt mit positiven Gefühlen gekoppelt sind und uns so weitaus mehr beeinflussen, als man annehmen könnte.

Es ist übrigens nicht das erste Mal, dass Wissenschaftler die Wichtigkeit von Spaziergängen für die Stimmung bestätigt haben: Bereits 2015 kamen Forscher der Stanford-Universität zu dem Schluss, dass langes Gehen in der Natur die Aktivität in einer Hirnregion senkt, die bei Depressionen eine entscheidende Rolle spielt.

Darum brauchen wir Vitamin D

Sonnenstrahlen wirken sich positiv auf die Stimmung aus, wie Forscher der Washington University School of Medicine 2006 in einer Studie herausgefunden haben. Die Wissenschaftler wiesen nach, dass es einen deutlichen Zusammenhang gibt zwischen Vitamin-D-Mangel und gedrückter Stimmung.

Das Vitamin wird fast zu 90 Prozent über die Einwirkung von Sonnenstrahlen in der Haut gebildet. Fehlt der Haut Sonnenlicht, produziert der Körper nicht genügend Vitamin D.

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