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Swiss WorldcargoSo bereitet sich die Swiss auf den Impfstoff-Transport vor

Der erste Corona-Impfstoff ist in der Schweiz zugelassen worden. Die Swiss will mit ihren Frachtflugzeugen eine lückenlose Verteilung garantieren. Bereits hat die Airline erste Impfstoffe nach Brasilien transportiert.

von
Barbara Scherer
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Die Frachtdivision Swiss Worldcargo will  Corona-Impfstoffe transportieren.

Die Frachtdivision Swiss Worldcargo will Corona-Impfstoffe transportieren.

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Bereits im Frühling hat die Swiss vor allem Medikamente und medizinische Hilfsgüter transportiert.

Bereits im Frühling hat die Swiss vor allem Medikamente und medizinische Hilfsgüter transportiert.

imago images/Andreas Haas
Die Airline sei spezialisiert auf den Transport von medizinischen Gütern.

Die Airline sei spezialisiert auf den Transport von medizinischen Gütern.

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Darum gehts

  • Swiss Worldcargo bereitet sich für den Transport von Covid-19-Impfstoffen vor.

  • Dafür müssen die Frachträume gekühlt werden.

  • Wann die Verteilung beginnt, ist noch unklar.

Weltweit laufen über 200 Impfstoffprojekte gegen Corona. In Grossbritannien wurden bereits erste Personen geimpft. Auch Swissmedic hat am Samstag den ersten Impfstoff zugelassen. Darauf bereitet sich nun die Swiss vor.

Die Frachtdivision Swiss Worldcargo steht laut eigenen Angaben bereits in den Startlöchern, um eine weltweite Verteilung zu garantieren. So hat die Luftfracht der Swiss schon im Frühling vor allem Medikamente und medizinische Hilfsgüter transportiert.

Der Transport findet hauptsächlich im Bauch von Passagierflugzeugen statt. «Den Covid-19-Impfstoff würden wir dann im Frachtraum unserer vorhandenen Langstreckenflugzeuge transportieren», erklärt eine Swiss-Sprecherin.

Klimaanlage im Frachtraum

Ganz einfach ist die logistische Umsetzung der Impfung aber nicht: So muss der Impfstoff von Pfizer/Biontech bei minus 70 Grad gekühlt werden. Derjenige von Moderna, der sich auch im letzten Entwicklungsstadium befindet, bei minus 20 Grad.

Um die Temperaturen im Frachtraum zu regeln, setzt die Swiss Flugzeugklimatisierung ein. Abhängig von den konkreten Kühlungsbedürfnissen des Impfstoffs kommen unterschiedliche Lösungen zum Einsatz: «Das kann eine spezielle Verpackung oder ein Kühlcontainer sein.»

Wann die ersten Corona-Impfstoffe mit der Swiss in die Schweiz geflogen werden, ist noch unklar. Bereits hat Swiss Worldcargo aber erste Ladungen ins Ausland transportiert: Am 18. Dezember landete die Swiss mit 14 Tonnen Covid-19-Impfstoffen in Sao Paulo, Brasilien, wie das Unternehmen mitteilt.

414 Millionen Franken Verlust

Die Swiss ist wegen der Corona-Pandemie in den ersten neun Monaten tief in den roten Zahlen gelandet. Operativ flog die Lufthansa-Tochter laut eigenen Angaben einen Verlust von 414,7 Millionen Franken ein, nach einem Gewinn von 489,6 Millionen im Vorjahressemester.

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