Geldverbrennung: So brennt die Note

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GeldverbrennungSo brennt die Note

Ein nackter Künstler, verdutzte Passanten und echte Banknoten, die in Flammen aufgingen: Das Cabaret Voltaire rief gestern zum Protest gegen die Finanzkrise auf. Getraut haben sich nicht viele - aber für den «Schwarzen Peter» hat es gereicht.

von
Marius Egger und Debby Galka

(Video: Debby Galka, 20 Minuten Online)

Es gibt viele Gründe, sein Geld zu verbrennen. Mit diesem Aufruf sorgte das Cabaret Voltaire bereits im Vorfeld für Aufsehen und rief für den Freitag zur grossen Geldvernichtungsaktion in der alten Börse in Zürich auf. Im Zuge der Finanzkrise sollten möglichst viele Leute erreicht werden, die freiwillig ihre Banknoten in die alte Börse tragen würden um sie dort den Flammen zu opfern.

Gekommen sind in der ersten Stunde der Geldverbrennungsaktion weniger als die 50 Gründe, die das Dadahaus aufzählte. «Weil der Kundenberater meiner Bank es auch machte, weil KLF Geld verbrannte, weil die Deutschen es mir sonst wegnehmen würden» stiessen zwar bei Medienvertretern auf grosses Interesse. Die protestierende Kundschaft allerdings blieb aus - zumindest in der ersten Stunde des Spektakels.

Rund «100 bis 150 Franken» seien bis zu diesem Zeitpunkt verbrannt worden, sagte Philipp Meier, Direktor des Cabaret Voltaire. Ob bis zum Ende die von Meier erhofften 1000 Franken zusammen kamen, ist nicht bekannt - es reichte aber, um das Gesicht des nackten Künstlers Robert Wolf einzuäschern. Wolf symbolisierte so den «Schwarzen Peter der Finanzkrise».

(meg/dga, 20 Minuten Online)

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