Feuerwerk an Silvester: So schützt du deine Haustiere

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Tipps vom ProfiSo bringst du deine Haustiere möglichst stressfrei durch den Silvesterabend

Silvester und Feuerwerk gehen Hand in Hand. Haustiere leiden unter dem Geknalle. Eine Ostschweizer Leiterin einer Hundehilfestation erklärt dir, wie der Abend für deine Haustiere möglichst stressfrei wird.

von
Shannon Zangger
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Feuerwerk – nicht alle lieben es, doch wir Menschen verstehen immerhin, woher der Lärm seinen Ursprung hat.

Feuerwerk – nicht alle lieben es, doch wir Menschen verstehen immerhin, woher der Lärm seinen Ursprung hat.

Urs Jaudas
Unsere tierischen Freunde verstehen die Pyrotechnik nicht. Sie fügt ihnen grosse Angst zu. Eine Tierschützerin erklärt dir, wie der Silvesterabend möglichst angenehm für deine Haustiere wird.

Unsere tierischen Freunde verstehen die Pyrotechnik nicht. Sie fügt ihnen grosse Angst zu. Eine Tierschützerin erklärt dir, wie der Silvesterabend möglichst angenehm für deine Haustiere wird.

Heidi Steiger
Auf diesem Bild ist ein sogenanntes Sicherheitsgeschirr zu sehen. Durch eine dreifache Sicherung kann der Hund nicht davonlaufen, auch wenn unverhofft ein Böller beim Spaziergang losgeht.

Auf diesem Bild ist ein sogenanntes Sicherheitsgeschirr zu sehen. Durch eine dreifache Sicherung kann der Hund nicht davonlaufen, auch wenn unverhofft ein Böller beim Spaziergang losgeht.

Heidi Steiger

Darum gehts

  • Das Silvesterfeuerwerk bringt viele Menschen in Euphorie und Feierlaune.

  • Für Tiere bringen die Böller lediglich Furcht.

  • Eine Leiterin einer Hundehilfestation gibt Tipps, wie der Abend für deine Fellfreunde möglichst stressfrei wird.

Mit Silvester findet auch wieder das grosse Feuerwerk-Geknalle statt, mit dem das neue Jahr empfangen wird. Was die meisten Menschen fasziniert und in Scharen anzieht, lässt unsere tierischen Freunde vor Angst erzittern. Auch Tierhilfestationen oder Tierheime sind von diesem Problem betroffen. Eine Organisatorin einer Hundehilfestation aus St. Gallen erklärt, wie sie ihre Tiere schützt und gibt Tipps, wie auch du deine Lieblinge möglichst ohne Strapazen durch die Silvesternacht bringst.

«Grundsätzlich können wir das Knallen nicht komplett verhindern. Man kann seinen Tieren aber sehr helfen, indem man sie beruhigt und auf keinen Fall alleine lässt», sagt Heidi Steiger, Leiterin der Hundehilfe Motril in St. Gallen zu 20 Minuten. Einsperren in einen Keller ist keine gute Idee: «Die Tiere fühlen sich so nur alleine gelassen.»

Schaltet Radio oder Fernseher ein

Um von dem hohen Lärmpegel abzulenken, kann das Radio oder der Fernseher eingeschaltet werden. «Das bringt eine gewisse Distanz für das Tier zum Geknalle. Eventuell muss man auch die Vorhänge schliessen. Durch das grelle Licht könnte im Kopf des Tieres eine Verbindung zum gefürchteten Knall entstehen.» So könnten die Haustiere auch ohne einen Klapf in Panik geraten. Hunde benötigen gemäss der St. Gallerin besondere Aufmerksamkeit. «Wenn ersichtlich ist, dass der Hund gestresst ist und leidet, darf man kein Mitleid zeigen oder selbst beängstigt wirken. Der Vierbeiner wird dadurch nur noch nervöser. Generell gilt: Ist der Mensch ruhig und bleibt man für den Hund da, ist es auch für ihn okay.»

Aufpassen beim Spazieren

Für die Tierschützerin ist vor allem problematisch, dass sich die Böllerei nicht nur auf eine Nacht beschränkt. «Wenn in den Tagen um Silvester oder um den Nationalfeiertag spaziert wird, ist es empfehlenswert, seinem Hund ein Sicherheitsgeschirr anzuziehen», so Steiger weiter. Unverhoffte Explosionen können Hunde dazu bewegen, instinktiv zu flüchten. Erst kürzlich bekam Heidi Steiger einen Vorfall mit, bei dem der davongelaufene Hund nie wieder gesehen wurde. 

Was machst du mit deinen Haustieren an Silvester?

Du weisst von einem Tier in Not?

Hier findest du Hilfe:

Feuerwehr, Tel. 118 (Tierrettung)

Polizei, Tel. 117 (bei Wildtieren)

Tierrettungsdienst, Tel. 0800 211 222 (bei Notfällen) 

Schweizerische Tiermeldezentrale, wenn ein Tier entlaufen/zugelaufen ist

Stiftung für das Tier im Recht, für rechtliche Fragen

GTRD, Grosstier-Rettungsdienst, Tel.  079 700 70 70 (Notruf)


Tierquälerei:

Meldung beim kantonalen Veterinäramt oder beim Schweizer Tierschutz (anonym möglich)

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