Zwei Tore in 60 Sekunden: So drehte der BVB die Partie gegen Malaga
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Zwei Tore in 60 SekundenSo drehte der BVB die Partie gegen Malaga

Gelb-schwarz im kollektiven Freudentaumel! Der BVB macht im CL-Viertelfinal-Rückspiel gegen Malaga aus einem 1:2 in der Nachspielzeit noch ein 3:2. Danach gibts kein Halten mehr.

von
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Die dramatische Schlussphase mit zwei Dortmund-Toren. (Video: SRF)

90 Minuten waren vorbei im Dortmunder Signal-Iduna-Park und die Stimmung auf dem Tiefpunkt. Trotz der guten Ausgangslage aus dem Hinspiel (0:0), stand der BVB im Rückspiel des Champions-League-Viertelfinals gegen Malaga kurz vor dem Aus. 1:2 stand es aus Sicht des deutschen Meisters, als eine der unglaublichsten Aufholjagden der Champions-League-Geschichte begann.

Marco Reus schob in der 91. Minute zum 2:2-Ausgleich ein. Malaga wäre dank der Auswärtstorregel immer noch weiter gewesen, doch nur rund 60 Sekunden später war es Innenverteidiger Felipe Santana, der den BVB mit dem 3:2-Siegtreffer in einen kollektiven Freudentaumel versetzte.

Nur der 2:1-Sieg von Manchester United 1999 im Final gegen Bayern München war wohl noch eine Spur dramatischer. Dass der Brasilianer beim den Ball-über-die-Linie-Stochern in der Nachspielzeit im Abseits stand, interessierte hinterher natürlich niemanden mehr. Immerhin war auch Eliseu beim 2:1 für Malaga in der 82. Minute im Offside gestanden.

Klopp: «Kurz vorm Herzinfarkt»

«Ein ganz grosser Abend, den werde ich nie vergessen. Wir waren alle ganz kurz vorm Herzinfarkt», freute sich BVB-Trainer Jürgen Klopp. Dortmund-Boss Hans-Joachim Watzke konnte es ebenfalls kaum fassen: «Das kann man gar nicht beschreiben. Wir waren ja praktisch tot. Ich habe schon viel erlebt, aber so was noch nicht. Ich bin fix und fertig.»

Dass Dortmund diese Wende noch schafft, grenzt an ein Wunder. Die Borussen taten sich über die gesamte Partie mehr als schwer. Zwar glichen sie die Führung für Malaga durch Joaquin (25.) noch in der ersten Halbzeit mit einer Traumkombination über Mario Götze, Marco Reus und Robert Lewandowski aus. Doch danach ging fast nichts mehr. Zumindest bis zur ominösen Nachspielzeit.

Traumpass per Hacke von Marco Reus auf Lewandowski, der zum 1:1 einschiebt. (Quelle: YouTube)

Und hier gibts den Schlussphasen-Krimi noch in einer akustischen Version:

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