Arosa GR: «So eine grosse Spinne habe ich in der Schweiz noch nie gesehen» 

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Arosa GR«So eine grosse Spinne habe ich in der Schweiz noch nie gesehen» 

Wer sich auf den Eichhörnliweg in Arosa begibt, erhofft sich wohl die niedlichen Nager anzutreffen. Ein Leser traf allerdings ein ganz anderes Tier, nämlich ein riesiges achtbeiniges.

von
Shannon Zangger
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Ein Leser hatte eine für die meisten Menschen unverhoffte Begegnung. Eine Begegnung mit diesem riesigen Achtbeiner bei einem entspannten Familienausflug.

Ein Leser hatte eine für die meisten Menschen unverhoffte Begegnung. Eine Begegnung mit diesem riesigen Achtbeiner bei einem entspannten Familienausflug.

Dominik Meienberger
Der Eichhörnliweg ist als sicherer, kurzer Wanderweg bekannt, bei dem man die Möglichkeit hat Eichhörnchen zu füttern. Dort traf der Leser auf die Riesenspinne.

Der Eichhörnliweg ist als sicherer, kurzer Wanderweg bekannt, bei dem man die Möglichkeit hat Eichhörnchen zu füttern. Dort traf der Leser auf die Riesenspinne.

Google Maps
Des Öfteren kommen giftige, exotische Spinnen über Bananenkisten nach Europa. Bei dem Exemplar, dem Dominik Meienberger begegnet ist, handelt es sich jedoch um einen sehr gross gewachsenen Weberknecht.

Des Öfteren kommen giftige, exotische Spinnen über Bananenkisten nach Europa. Bei dem Exemplar, dem Dominik Meienberger begegnet ist, handelt es sich jedoch um einen sehr gross gewachsenen Weberknecht.

Feuerwehr Krefeld

Darum gehts

  • Ein Leser berichtet von seiner Begegnung mit einer Riesenspinne auf dem Eichhörnliweg in Arosa.

  • Der Mann sagt, dass die Spinne einen Durchmesser von 20 Zentimetern gehabt haben soll.

  • Leiter der Fachstelle Spinnen in der Schweiz, Claude François, erklärt, dass es sich nicht um eine Spinne, sondern um einen Weberknecht handelt.

  • In Europa leben 350 Arten von Weberknechten. 

Wer sich auf den Eichhörnliweg nach Arosa GR begibt, erhofft sich kleine, putzige Nager zu sehen und füttern zu können. Der Leser Dominik Meienberger erlebte wohl bei seiner Wanderung am Sonntag mit seiner Familie eine ganz andere Begegnung: «Wir haben uns sehr erschrocken, als wir diese riesige Spinne entdeckt haben. Der Schock legte sich jedoch schnell und wurde gefolgt von einer Faszination», so der Leser zu 20 Minuten. Eine Spinne in dieser Dimension haben er und seine Familie bis dato noch nie gesehen.

Die riesige Spinne sollen sie beim Spielplatz beim Eichhörnliweg in Arosa entdeckt haben. «Ihr Körper war grösser als der Tannenzapfen nebenan, der auch auf dem Bild ersichtlich ist. Mit den Beinen hatte sie einen Durchmesser von 20 bis 30 Zentimetern.» Als er das Tier den Kindern der Familie zeigen wollte und sie holen ging, sei sie bei ihrer Rückkehr bereits wieder verschwunden gewesen. «Fotos von näherer Distanz habe ich mich nicht getraut zu machen, da war der Schock wohl doch zu gross», sagt Dominik Meienberger. 

Ein Weberknecht und keine Spinne

«Erst vergangene Woche witzelten wir in der Familie, dass man in der Schweiz zum Glück keine Riesenspinnen antreffen kann. Deshalb war die Begegnung noch doppelt so faszinierend.» Vorfälle aus der Vergangenheit zeigen, dass durchaus exotische Spinnen in Bananenkisten nach Europa kommen können. Begegnungen mit den Tieren beim Wandern in den Bergen sind allerdings eher selten.

François Claude, Leiter des Fachbereichs Spinnen der Karch Schweiz, ordnet für 20 Minuten ein, um welches Tier es sich genau gehandelt haben könnte. «Es handelt sich beim Tier nicht um eine Spinne, sondern um einen Opiliones, zu Deutsch Weberknecht, der wie die Spinnen ebenfalls zu den Arachnoiden gehört.»

Leben in Wäldern und Felsklippen

Über die genaue Art dieses Weberknechtes kann er anhand des Bildes nichts sagen. «Ich bezweifle, dass es sich um eine exotische Art handelt», so Claude. Auch die Angabe von 20 bis 30 Zentimeter scheint dem Experten etwas übertrieben.

«Der Körper der Tiere ist im Allgemeinen sehr klein, aber die Beine sind im Vergleich zum Körper sehr lang. Diese langen Beine können den Tieren allerdings einen beachtlichen Durchmesser verleihen», so François Claude weiter. In Europa sind insgesamt 350 Arten von Weberknechten bekannt. «In der Schweiz leben sie in verschiedenen Lebensräumen, wie Wäldern oder Felsklippen.»

Was ist der Unterschied zwischen Spinnen und Weberknechten?

Im Gegensatz zu Spinnen besitzen Weberknechte keinen Vorder- und Hinterkörper. Diese beiden Körperteile sind bei den Tieren zusammengewachsen. Weberknechte besitzen zudem keine Spinndrüsen und können somit kein Spinnennetz oder Fäden spannen.

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