Schweizer Rennkollegen nahmen von Jason Dupasquier Abschied
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Beisetzung in BulleSo emotional war der Abschied von Töff-Talent Jason Dupasquier (19)

Familie, Freunde, Fans und Rennkollegen erwiesen dem verstorbenen Töff-Talent Jason Dupasquier in Bulle die letzte Ehre.

von
Adrian Hunziker
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Der verstorbene Rennfahrer Jason Dupasquier wurde in Bulle beigesetzt. 

Der verstorbene Rennfahrer Jason Dupasquier wurde in Bulle beigesetzt.

20min/Vanessa Lam
Viele Motorradfans erwiesen dem 19-Jährigen die letzte Ehre. 

Viele Motorradfans erwiesen dem 19-Jährigen die letzte Ehre.

20min/Vanessa Lam
Die Polizei musste die vielen Fahrer einweisen. 

Die Polizei musste die vielen Fahrer einweisen.

20min/Vanessa Lam

Darum gehts

  • Rennfahrer Jason Dupasquier starb Ende Mai beim Motorrad-GP von Mugello.

  • Am Dienstag wurde der 19-Jährige in Bulle beigesetzt.

  • Rund 1000 Personen erwiesen dem Fribourger die Ehre.

  • Über 500 Motorräder bildeten einen Korso nach Sorens.

Rund 1000 Personen, viele Motorräder und einige Promis: Sie alle versammelten sich in Bulle rund um die Kirche Saint-Pierre-aux-Liens, um vom verstorbenen Jason Dupasquier Abschied zu nehmen. Neben seiner Familie waren auch die Schweizer Renn-Kollegen Tom Lüthi, Dominique Aegerter und Jesko Raffin anwesend. Neben Teamkollege Riuysei Yamanaka sagten auch der Tscheche Filip Salac, einer von Dupasquiers besten Freunden im Fahrerlager, sowie der dreimalige Weltmeister Dani Pedrosa, der regelmässig mit dem Fribourger trainierte, adieu. Mehr als 500 Motorräder fuhren nach der Beerdigung nach Sorens, wo Dupasquiers Familie wohnt, um ihm die letzte Ehre zu erweisen.

Etwas mehr als eine Woche ist es her, dass der 19-Jährige in Florenz seinen Verletzungen erlag. Der Motorradrennfahrer war einen Tag zuvor beim Qualifying zum GP Italien in Mugello gestürzt und schwer verletzt worden. Er wurde zwar in der Nacht auf Sonntag noch operiert, doch die Ärzte konnten ihn nicht mehr retten. Die Motorsportwelt war geschockt.

«Unmöglich zu begreifen»

Rennfahrkollege Dominique Aegerter hatte kurz vor seinem Rennen am Sonntag vom Tod Dupasquiers erfahren. «Ich habe es erst gerade erfahren. Meine Anteilnahme geht an Familie und Freunde. So was zu hören, ist sehr schlimm. Da gibt es keine grossen Worte.» Ein schwieriger Moment – doch der 30-jährige Berner konnte die Trauer in Konzentration umsetzen und gewann sein Rennen.

Tom Lüthi, ein Freund und Förderer Dupasquiers, hatte seinen Renneinsatz in der Moto2 in Mugello abgesagt und reiste nach Florenz, um bei seinem Kollegen zu sein. «Jason, es ist noch immer schwer für mich zu akzeptieren, was in den letzten vergangenen Stunden passiert ist. Dass du von uns gegangen bist, ist unmöglich zu begreifen», schreibt der 34-Jährige einen Tag später auf Social Media.

Nach Dupasquiers tragischem Tod stellte sich die Frage: Wie gefährlich ist der Motorrad-Rennsport? «Sehr. Es gibt wohl nichts Gefährlicheres», sagte Robert Siegrist, Anwalt und langjähriger Manager von Randy Krummenacher und Dominique Aegerter. Am gefährlichsten sei es für die Fahrer, wenn sie stürzen und unmittelbar hinter ihnen noch weitere Rennpiloten herannahen. Genau dieses Szenario wurde dem jungen Fribourger zum Verhängnis.

Trauerst du oder trauert jemand, den du kennst?

Hier findest du Hilfe:

Dargebotene Hand, Sorgen-Hotline, Tel. 143

Seelsorge.net, Angebot der reformierten und katholischen Kirchen

Muslimische Seelsorge, Tel. 043 205 21 29

Lifewith.ch, für betroffene Geschwister

Verein Regenbogen Schweiz, Hilfe für trauernde Familien

Pro Juventute, Beratung für Kinder und Jugendliche, Tel. 147

Pro Senectute, Beratung älterer Menschen in schwierigen Lebenssituationen

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