Handy: So entgehen Sie der Roamingfalle
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HandySo entgehen Sie der Roamingfalle

Handytelefonate im Ausland gehen schnell ins Geld - aber so richtig. Um bei der Rückkehr keine böse Überraschung zu erleben, empfiehlt es sich, ein paar Tipps zu beherzigen.

von
mbu
Telefonieren am Strand kann ganz schön ins Geld gehen.

Telefonieren am Strand kann ganz schön ins Geld gehen.

Telefonieren mit dem Handy funktioniert in der Regel auch im Ausland einwandfrei, da die Schweizer Mobilfunkanbieter mit ausländischen Providern kooperieren. Der Zugriff auf die fremden Netze ist allerdings mit hohen Roamingkosten verbunden. Auch das mobile Surfen geht schnell ins Geld. Je nach Provider sind dafür zwischen 8 und 15 Franken pro Megabyte fällig. Da geht das Anschauen eines YouTube-Clips, das Abrufen der Mail-Box oder das Verschicken von Fotos schnell einmal in die hunderte von Franken. «Wer sparen will, deaktiviert am besten das Daten-Roaming und verzichtet auf das Surfen im Ausland», rät Sevgi Gezici, Pressesprecherin bei Sunrise.

Als Alternative kann auch auf eine Extra-Datenoption fürs Ausland zurückgegriffen werden. Die drei grossen Schweizer Provider bieten hierfür entsprechende Angebote an. Um den Kunden auf die hohen Roamingkosten aufmerksam zu machen, verschicken Sunrise, Orange und die Swisscom bei Reisen ins Ausland jedes Mal eine SMS mit den geltenden Tarifen.

Auf die Frage, warum die Roamingpreise dermassen hoch sind, sagt Swisscom-Sprecher Olaf Schulze: «Wir sind beim Festlegen der Roamingpreise nicht frei und Swisscom profitiert nicht automatisch von den gesenkten Roamingpreisen in der EU. Wir müssen unsere Einkaufstarife mit jedem Mobilfunkanbieter einzeln verhandeln.» Und Sunrise-Sprecherin Gezici gibt zu bedenken: «Als nicht EU Land, ist die Schweiz nach der Regulierung in eine separate Kategorie eingeteilt worden. Sunrise kann von der EU Regulierung nicht profitieren, ganz im Gegenteil, die Kosten sind dadurch sogar gestiegen.»

Preise werden sinken

Laut Orange-Sprecherin Marie-Claude Debons ist aber Besserung in Sicht: «Orange hat bereits im März mit der Travel Data Daily Option die Datentarife massiv gesenkt und wird sie ab Juli weiter senken.» Ähnlich tönt es auch bei der Swisscom: «Im Schnitt über die verschiedenen Roamingangebote liegen wir bei Swisscom bereits heute auf EU-Niveau. Klar ist aber auch, dass die Preise weiter nach unten gehen werden», so der Unternehmenssprecher. Auch Sunrise-Sprecherin Gezici ist sich sicher, dass die Preise gerade «im Roaming Data Bereich noch sinken werden.»

Wer also auch im Ausland mit dem Handy regelmässig Telefonate führen und im Internet surfen will, sollte sich bei seinem Provider nach einer Roamingoption erkundigen. So kostet dann das Megabyte schnell «nur» noch zwei Franken anstelle von 15. Und wer sparen will, sollte das Daten-Roaming deaktivieren, die Anrufumleitung auf die Combox deaktivieren, keine MMS verschicken und ganz aufs Telefonieren verzichten.

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