Sicherheitsmerkmale: So erkennt man die geklauten Tausendernoten
Aktualisiert

SicherheitsmerkmaleSo erkennt man die geklauten Tausendernoten

Seit dem Notenklau bei Orell Füssli wird die Tausendernote noch genauer unter die Lupe genommen. 16 Sicherheitsmerkmale geben Aufschluss über die Echtheit einer Banknote.

von
tab

«Seit Geld existiert, gibt es auch Fälscher», schreibt die Schweizerische Nationalbank auf ihrer Internetseite. Um Fälschungen möglichst zu verhindern, haben die nationalen Geldmacher die aktuelle Banknotenserie mit insgesamt 16 Sicherheitsmerkmalen ausgestattet. Wie am Dienstag bekannt wurde, fehlen auf den 1800 Tausendernoten, die bei Orell Füssli geklaut wurden, einige dieser Merkmale.

Hält man eine Schweizer Banknote mit der Porträt-Seite zu sich gewandt gegen das Licht, sollten im oberen rechten Feld folgende Sicherheitsmerkmale erscheinen: Ein Wasserzeichen-Porträt, eine Wasserzeichen-Ziffer sowie das Durchsichtsregister, das auf jeder Notenseite in Form eines Kreuzes aufgedruckt ist.

Die Lochzahl könnte manipuliert sein

Am oberen linken Rand ist zudem eine transparente Zahl des Notenwertes angebracht, die sogenannte Zauberzahl. Die Lochzahl schliesslich besteht aus sehr feinen Löchern und ist als gelochte Fläche nur erkennbar, wenn man den Geldschein gegen das Licht hält, diese Zahl könnte auf den gestohlenen Banknoten von Orell Füssli manipuliert worden sein.

Andere Zeichen sind bei genauem Hinschauen auch erkennbar, ohne dass man die Banknote gegen das Licht hält. So etwa die farbigen Linienstrukturen im oberen rechten Feld, in der Fachsprache Guillochen genannt. Ebenso die Tanzzahl, die sich oberhalb der Mitte auf zwei silberglänzenden Folienstückchen zu bewegen scheint.

Die Chamäleonzahl oder Kippzahl

Dann gibt es eine Reihe von Sicherheitszeichen, die am linken Rand der vorderen Notenseite angebracht sind und erst erkennbar werden, wenn man die Note bewegt. Dazu zählen die metallisierte Glitzerzahl und die Chamäleonzahl, die die Farbe ändert, je nachdem, wie das Licht fällt. Die Kippzahl ist so aufgedruckt, dass sie nur sichtbar wird, wenn man die Note waagrecht vor die Augen hält.

Will man die Ultraviolett-Ziffer sehen, die sich im unteren Drittel des linken Rands befindet, muss man die Geldscheine unter eine entsprechende Lampe halten. Zur Überprüfung der Kupferdruck-Ziffer am oberen linken Rand empfiehlt die Nationalbank, die Farbzahl über ein helles Papier zu reiben und auf metallische Rückstände hin zu testen. Unten in der Mitte befindet sich schliesslich ein tastbares Blindenzeichen.

Die Seriennummer fehlt

Auf der Rückseite sind die Noten zudem mit einer Seriennummer ausgestattet, die aus einem Buchstaben und einer mehrstelligen Zahl besteht. Diese Nummer fehlt laut der Nationalbank auf den geraubten Noten oder könnte nachträglich erst aufgedruckt worden sein. Dazukommt ein metallischer Sicherheitsfaden, der in das Papier eingewoben ist und an mehreren Stellen glänzend an die Oberfläche tritt.

Der aus winzigen Buchstaben bestehende Mikrotext schliesslich gibt auf beiden Seiten der Banknote über die porträtierte Persönlichkeit Auskunft. Im Fall der 1000-Franken-Noten ist dies der Kulturhistoriker Jacob Burckhardt. (tab/sda)

Deine Meinung