Massenentlassung - So erklärt der Swiss-Chef den grossen Stellenabbau
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MassenentlassungSo erklärt der Swiss-Chef den grossen Stellenabbau

650 Vollzeitstellen baut die Airline durch Kündigungen ab. Nur so könne die Swiss zukunftsfähig bleiben, heisst es vonseiten der Unternehmensspitze.

von
Barbara Scherer
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«Wenn wir eine andere Möglichkeit hätten, als Stellen abzubauen, würden wir sie nutzen», sagt Dieter Vranckx, CEO der Swiss.

«Wenn wir eine andere Möglichkeit hätten, als Stellen abzubauen, würden wir sie nutzen», sagt Dieter Vranckx, CEO der Swiss.

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Das Kabinenpersonal wird besonders von den Kündigungen betroffen sein.

Das Kabinenpersonal wird besonders von den Kündigungen betroffen sein.

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Bis zu 400 Arbeitsplätze sollen dort abgebaut werden.

Bis zu 400 Arbeitsplätze sollen dort abgebaut werden.

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Darum gehts

  • Die Swiss-Spitze nimmt Stellung zur geplanten Massenentlassung.

  • Es gebe keine andere Möglichkeit, sagt CEO Dieter Vranckx.

  • Der Flottenabbau trifft auch Maschinen die von Helvetic Airways für die Swiss operiert werden.

650 Vollzeitstellen will die Swiss abbauen. Davon wären 780 Mitarbeitende betroffen. Denn die Swiss müsse zukunfts- und investitionsfähig bleiben, erklärt CEO Dieter Vranckx an einer Telefonkonferenz am Donnerstag: «Wenn wir eine andere Möglichkeit hätten, als Stellen abzubauen, würden wir sie nutzen».

Das Kabinenpersonal wird besonders von den Kündigungen betroffen sein: Bis zu 400 Arbeitsplätze sollen dort abgebaut werden. «Das hängt direkt mit der Verkleinerung der Flotte zusammen», erklärt Swiss-Finanzchef Markus Binkert. So sollen 15 Flugzeuge ausgemustert oder veräussert werden.

Dabei sind nicht nur Swiss-Flugzeuge vom Abbau betroffen, auch Maschinen, die von Helvetic Airways für die Swiss operiert werden, sollen verschwinden. Laut Binkert sei es dabei sehr wahrscheinlich, dass mehr Helvetic Airways- als Swiss-Maschinen ausgemustert werden.

Flugzeuge werden verkauft und verschrottet

Doch was passiert mit den ausgemusterten Flugzeugen? Sehr alte Modelle werden verschrottet oder recycelt. «Einige Maschinen probieren wir bei anderen Fluggesellschaften der Lufthansa unterzubringen», sagt Dieter Vranckx. Man wolle die Maschinen aber nicht zu Spottpreisen abgeben.

Durch den Abbau der Flotte werden auch Slots, also Lande- und Startrechte am Flughafen Zürich frei. Wie viele das sind, dazu will die Swiss-Spitze aber nichts sagen. «Wir werden die Schweiz über den Flughafen Zürich weiterhin mit der Welt verbinden», sagt Vranckx. Auch an den Langstreckenflügen ab Genf halte die Swiss fest.

1700 Stellen fallen über zwei Jahre weg

Gesamthaft baut die Swiss 2020 und 2021 1700 Vollzeitstellen ab. 1050 Arbeitsplätze werden über natürliche Fluktuationen wie Pensionierungen verschwinden. Bereits sind auf diesem Weg 600 Jobs schon weggefallen. 650 Vollzeitstellen werden nun zusätzlich durch Kündigungen gestrichen.

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