WM Katar: So erlebte Nati-Talent Fabian Rieder die Nati-Premiere

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Spitzname «Pfüsi»«Die Beine haben gezittert» – so erlebte YB-Talent Rieder die Nati-Premiere

Der 20-jährige Fabian Rieder wird als künftiger Nati-Star gehandelt. Am Donnertag feierte er an der WM sein Debüt – und konnte es selber kaum fassen.

von
Tobias Wedermann
(aus Doha)
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Mehrere Hundert Nachrichten hatte Fabian Rieder am Donnerstagabend auf dem Handy: Der 20-Jährige feierte sein Debüt bei der Nati gleich im ersten WM-Spiel.

Mehrere Hundert Nachrichten hatte Fabian Rieder am Donnerstagabend auf dem Handy: Der 20-Jährige feierte sein Debüt bei der Nati gleich im ersten WM-Spiel.

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Von seinen Mitspielern gab es Geschenke, Glückwünsche und Umarmungen wie hier von Fabian Frei.

Von seinen Mitspielern gab es Geschenke, Glückwünsche und Umarmungen wie hier von Fabian Frei.

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«Er hatte mich im Training beeindruckt», lobt Murat Yakin seinen Schützling nach dem Spiel.

«Er hatte mich im Training beeindruckt», lobt Murat Yakin seinen Schützling nach dem Spiel.

REUTERS

Darum gehts

  • Er feierte gleich sein Nati- und WM-Debüt am Donnerstag: Fabian Rieder.

  • Das YB-Supertalent erzählt über die Momente seiner Einwechslung.

  • Ausserdem erklärt er, wie es zu seinem Spitznamen «Pfüsi» kam.

«Ich bin etwas sprachlos», sagte YB-Supertalent Fabian Rieder am Donnerstag nach seinem Nati- und WM-Debüt gegen Kamerun. Der 20-Jährige wurde von Trainer Murat Yakin in der 81. Spielminute eingewechselt – und ist bereits der 11. Nati-Debütant unter Yakin. «Wir waren beim Aufwärmen, als es hiess, dass ich noch ein paar Sprints machen soll und dann gehe es los», so Rieder. Er habe den Konditionstrainer mit grossen Augen angeschaut. «Ich war bereit, aber in diesem Moment bekam ich schon zitternde Beine – auch bei der Einwechslung», so der Youngster. 

In seinen Spielminuten war Rieder auch gleich einer der auffälligsten Einwechselspieler bei der Schweiz und legte fast noch ein Tor vor. Nach dem WM-Auftakt wurde er besonders vom Trainer mit Lob überschüttet: «Mich haben seine Trainingsleistungen extrem beeindruckt und seine Werte gehören zu den besten», so Murat Yakin. Von diesen Superlativen will Rieder sich am Tag nach dem Debüt nicht beeinflussen lassen. «Natürlich ist das schön, aber so unglaublich bin ich jetzt auch nicht», sagt der 20-Jährige. Auch schön sei die Aufmerksamkeit aus seinem Umfeld: «Ich habe glaub mehrere Hundert Nachrichten erhalten und konnte noch nicht mal alle beantworten.» 

Geschenk von Xhaka, «Pfüsi»-Spitzname von Fassnacht

Auch dass die WM dem von vielen Seiten gefeierten Talent einen noch höheren Marktwert verleihen wird, davon will Rieder nichts wissen. «Das ist mir ziemlich egal.»  Von Captain Granit Xhaka gab es nach der Länderspiel-Premiere übrigens noch den Kamerun-Wimpel als Erinnerungsgeschenk. Generell seien die Nati-Leader Xhaka und Shaqiri «super nett», so Rieder.

Besonders sein YB-Mitspieler Christian Fassnacht sei aber die Bezugsperson im Schweizer Camp und habe dafür gesorgt, dass er schnell Anschluss fand im Team. Fassnacht ist auch der Verantwortliche für Rieders Spitznamen «Pfüsi». Dies ist auf sein TV-Interview mit dem SRF nach seiner Super-League-Premiere im Oktober 2020 zurückzuführen. Statt Physis, sprach er von «Physigkeit» und es klang wie «Pfüsigkeit». Rieder: «Seither bin ich Pfüsi und inzwischen sagt zu mir sogar Trainer Raphael Wicky so.» In der Nati habe es sich aber zum Glück noch nicht so durchgesetzt. Bis jetzt.

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