Schiessübung in Genf: «So etwas darf nicht mehr vorkommen»
Aktualisiert

Schiessübung in Genf«So etwas darf nicht mehr vorkommen»

Die Schiessübung mit zwei nordkoreanischen Offizieren auf dem Armeeschiessplatz in Genf stösst bei SIK-Präsident Thomas Hurter auf Unverständnis. Er fordert Massnahmen.

Für Thomas Hurter, Präsident der Sicherheits Politischen Kommission des Nationalrats, ist eine solche Schiessübung nicht opportun.

Für Thomas Hurter, Präsident der Sicherheits Politischen Kommission des Nationalrats, ist eine solche Schiessübung nicht opportun.

Die Sicherheitspolitische Kommission des Nationalrates kritisiert die Schiessübung in Genf, an welcher zwei Offiziere aus Nordkorea teilgenommen hatten. Die Kommission fordere, dass so etwas nicht mehr vorkomme, sagte SIK-Präsident Thomas Hurter (SVP/SH) am Dienstag vor den Medien in Bern.

Angesichts der aktuellen politischen Situation sei eine solche Schiessübung aus Sicht der SIK nicht opportun. Mit dem Vorgehen des Verteidigungsdepartements zeigte sich die Kommission einverstanden. Verteidigungsminister Ueli Maurer hat in Aussicht gestellt, dass die Verantwortlichkeiten geklärt werden. Die Ergebnisse der Untersuchung sollen im Herbst vorliegen.

Militär eröffnete Untersuchung gegen Genfer Oberst

Die Schiessübung auf dem Armeeschiessplatz Chancy der Kaserne der Rettungstruppen 76 in Genf war von einem Oberst im Generalstab und Instruktor der Schweizer Armee geleitet worden. Die Militärjustiz eröffnete eine Untersuchung gegen ihn.

Die beiden Nordkoreaner hatten zusammen mit dem Instruktor einen Kurs am Genfer Zentrum für Sicherheitspolitik (GCSP) besucht, das unter dem Patronat des Verteidigungsdepartements (VBS) und des Aussendepartements (EDA) steht.

Das Zentrum führt seit fast 20 Jahren Kurse für Offiziere, Diplomaten oder auch zivile Beamte zum Thema Sicherheitspolitik und Friedensförderung durch. Die Arbeit des Zentrums, das die Schiessübung ebenfalls verurteilt hatte, würdigte die Kommission laut Huter. (sda)

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