Dietikon ZH: «So etwas Ekliges» – Mann masturbierte vor Kindern an der Limmat

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Dietikon ZH«So etwas Ekliges» – Mann masturbierte vor Kindern an der Limmat

Direkt am Fluss entdeckte ein Paar kürzlich einen masturbierenden Mann. Aufgrund der zahlreichen Familien und Kinder vor Ort habe sie die Polizei gerufen, sagt F.M. 

von
Michelle Ineichen

Direkt am Fluss entdeckte ein Paar kürzlich einen masturbierenden Mann. Aufgrund der zahlreichen Familien und Kinder vor Ort habe sie die Polizei gerufen, sagt F.M. 

Darum gehts

  • Ein Paar entdeckte vor einigen Tagen einen onanierenden Mann an der Limmat.

  • Der Mann habe trotz Familien mit Kindern während 40 Minuten masturbiert.

  • Die Polizei konnte den Mann identifizieren und auf die Wache bringen. 

Es hätte für die 30-jährige F.M.* und ihren Freund (32) ein gemütlicher Nachmittag werden sollen. «Wir wollten kürzlich an der Limmat bei Glanzenberg in Dietikon ZH der Hitze entfliehen, als mein Freund plötzlich einen masturbierenden Mann auf der anderen Seite des Flusses entdeckte.» Beide seien komplett schockiert gewesen. «Ich konnte gar nicht glauben, was sich da abspielte. So etwas Ekliges habe ich noch nie in meinem Leben gesehen», so M.

Zahlreiche Familien mit Kindern seien auf dem Fussgängerweg unterwegs gewesen, von dem aus der Mann gut sichtbar gewesen sei. Auch von der Limmat her habe man den Mann gesehen. «Mehrmals fuhren Familien  mit Kindern auf Booten vorbei», sagt M. «Ich hoffe sehr, dass die Kinder nichts gemerkt haben.» Der Mann, den M. auf Mitte vierzig schätzt, habe in seinen Handlungen fast schon selbstverständlich gewirkt. «Er sass fast 40 Minuten so da.» 

Polizei rät, Anzeige einzureichen

Wie M. sagt, habe sie sofort die Polizei informiert. «Als diese eintraf, hatte sich der Mann aber schon wieder angezogen und davongemacht.» Dank eines Videos, das M. aufgenommen hatte, konnte die Polizei den Mann im Anschluss aber dennoch fassen. «Glücklicherweise fuhr er mit seinem Velo direkt in die Arme der Polizei, die ihn gleich identifizierte.» Nun überlegt sich M., Anzeige gegen den Mann zu erstatten. «Sonst wird er einfach so weitermachen.»

Die Kantonspolizei Zürich bestätigt den Vorfall. «Der Mann wurde von der Kommunalpolizei vor Ort angetroffen und anschliessend für weitere Abklärungen auf die Wache gebracht», sagt Sprecher Kenneth Jones. Ermittlungen dazu laufen. «Glücklicherweise kommen solche Fälle nicht oft vor», so Jones weiter. Er rät Betroffenen in ähnlichen Situationen, sich bei der Polizei zu melden. «Im Anschluss kann eine Anzeige erstattet werden.» 

Strafe bei Exhibitionismus

Als Exhibitionismus versteht man laut dem Schweizer Strafgesetzbuch «die explizite Zurschaustellung der Sexualorgane vor einer Drittperson aus sexuellen Beweggründen». Der Drittperson werden diese Sexualorgane dabei gegen ihren Willen gezeigt. Wer eine exhibitionistische Handlung vornimmt, kann laut Strafgesetzbuch mit einer Geldstrafe von bis zu 180 Tagessätzen bestraft werden. Da es sich um ein Antragsdelikt handelt, wird der Fall aber nur verfolgt, wenn eine Anzeige eingeht. 

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