Schwimmender Grill: «So etwas hat auf der Aare wohl noch niemand gesehen»

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Schwimmender Grill«So etwas hat auf der Aare wohl noch niemand gesehen»

Nick (24) baute zusammen mit einem Kollegen einen schwimmenden Grill, der auf der Aare zwischen Thun und Bern für Aufsehen gesorgt hat. Die Polizei warnt vor Unfällen.

von
Lucas Orellano
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Dieser Grill habe beim Aarebööteln viel Begeisterung eingeheimst, sagt Nick (24) aus dem Kanton Bern.

Dieser Grill habe beim Aarebööteln viel Begeisterung eingeheimst, sagt Nick (24) aus dem Kanton Bern.

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Die Gruppe sei vorsichtig vorgegangen. Einwassern erst nach der berühmt-berüchtigten Uttiger Schwelle. Bei Wellengang nahm man den Holzkohlegrill näher ans Boot heran, um ihn zu sichern. Und allgemein habe eine Person stets nur auf den Grill geachtet, damit dieser keine Boote berührt. «Wir sind sehr vorausschauend gefahren und haben wenn nötig früh genug gepaddelt, damit wir niemandem in den Weg kommen», sagt Nick.

Die Gruppe sei vorsichtig vorgegangen. Einwassern erst nach der berühmt-berüchtigten Uttiger Schwelle. Bei Wellengang nahm man den Holzkohlegrill näher ans Boot heran, um ihn zu sichern. Und allgemein habe eine Person stets nur auf den Grill geachtet, damit dieser keine Boote berührt. «Wir sind sehr vorausschauend gefahren und haben wenn nötig früh genug gepaddelt, damit wir niemandem in den Weg kommen», sagt Nick.

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Der Schwimmgrill sei indes überaus gut angekommen: «Es gab Komplimente von allen Seiten. Teilweise auch Applaus. Viele haben uns gesagt, es sei eine super Idee und haben uns viele Fragen gestellt.»

Der Schwimmgrill sei indes überaus gut angekommen: «Es gab Komplimente von allen Seiten. Teilweise auch Applaus. Viele haben uns gesagt, es sei eine super Idee und haben uns viele Fragen gestellt.»

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Darum gehts

  • Am Sonntag war auf der Aare ein selbst zusammengebauter schwimmender Holzkohlegrill unterwegs.

  • Die Gruppe gab sich Mühe, mit dem Grill niemanden zu stören.

  • Laut Polizei ist der schwimmende Grill zwar nicht explizit verboten, kann aber gefährlich sein.

Nur einen Tag Arbeit hat es in Anspruch genommen. Der 24-jährige Berner Nick und ein Kumpel bauten aus einem alten Ölfass und einigen Holzlatten einen schwimmenden Grill zum Aarebööteln. «Es war ganz geil», sagt er zu 20 Minuten, nachdem der Grill am vergangenen Sonntag erstmals im Einsatz gestanden hat. «Aufgrund der Reaktionen der Leute haben wir gemerkt: So etwas hat wohl noch niemand gesehen. Wir konnten so die drei wichtigsten Dinge des Sommers auf der Aare kombinieren: Baden, Grillen und Bier trinken.»

Insgesamt war die Aaregrill-Gruppe, bestehend aus neun Freunden, auf drei Booten unterwegs. «Das Fass selber schwimmt schon ganz gut, das haben wir in Tests festgestellt», sagt Nick. «Um das Ganze zu stabilisieren und zusätzlichen Auftrieb zu erzeugen, haben wir seitwärts noch Räder angebracht.» 

Der Aaregrill schwimmt mit nach Bern.

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Bedingung: keine Würste

Die Gruppe sei vorsichtig vorgegangen. Einwassern erst nach der berühmt-berüchtigten Uttiger Schwelle. Bei Wellengang nahm man den Holzkohlegrill näher ans Boot heran, um ihn zu sichern. Und allgemein habe eine Person stets nur auf den Grill geachtet, damit dieser keine Boote berührt. «Wir sind sehr vorausschauend gefahren und haben wenn nötig früh genug gepaddelt, damit wir niemandem in den Weg kommen», sagt Nick. «Und wir hatten eine Bedingung für das Grillgut: keine Würste, weil die hinunterrollen könnten. Dafür hatten wir vom Vegiburger bis zum Rindssteak alles andere dabei.»

Der Schwimmgrill sei indes überaus gut angekommen: «Es gab Komplimente, teilweise auch Applaus. Viele haben uns gesagt, es sei eine super Idee und haben uns viele Fragen gestellt.» Unter anderem hätten die Leute wissen wollen, ob man den Grill bald kaufen könne. Da verneinte der 24-Jährige jeweils: «Wir haben uns überlegt, ob wir sie produzieren und verkaufen sollten, aber wir haben uns dagegen entschieden. Wenn wir selber darauf achten müssen, ist das das Eine. Aber wir könnten es nicht verantworten, wenn andere Leute mit Grills, die sie bei uns gekauft haben, unvorsichtig umgehen.»

Das sagt die Polizei

Ist es überhaupt erlaubt, einen schwimmenden Grill dabeizuhaben? «Es besteht kein Gesetz, das das Grillen auf Gewässern explizit verbietet», sagt Isabelle Wüthrich, Sprecherin der Kantonspolizei Bern, auf Anfrage von 20 Minuten. «Obwohl wir den Erfindergeist der Aareböötler als innovativ erachten, beurteilen wir das Mitführen eines solchen Grills auf der Aare als gefährlich.»

«Einerseits ist die Manövrierfähigkeit der Boote respektive des Grills eingeschränkt», so Wüthrich weiter. «Das Steuern wird schwierig, prallt man dann gegen Hindernisse oder kann nicht an diesen vorbeifahren, können Kräfte entstehen, die die Schlauchboote zusammendrücken und herunterziehen.» Es könne auch zu gefährlichen Situationen kommen, sollte der Grill kippen. 

Eine abschliessende Beurteilung sei gestützt auf ein Foto und aufgrund der fehlenden Gesamtsituation aber schwierig. «Generell raten wir, die offiziellen Feuerstellen entlang der Aare zu nutzen, solange kein entsprechendes Feuerverbot besteht», sagt Wüthrich. Zudem gelte es, die Vorschriften für Naturschutzgebiete zu respektieren. Und: «Weiter weisen wir darauf hin, dass bei der Benutzung des Grills auf der Aare der Mindestabstand zum Wald nicht überall eingehalten werden kann und daher gegebenenfalls gegen das zurzeit geltende Feuerverbot verstösst.» 

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