Schlosskapelle in Roschacherberg SG wird von Vandalen heimgesucht
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Rorschacherberg SG«So etwas macht man doch nicht»

In der Nacht auf Dienstag haben Unbekannte in der Schlosskapelle in Rorschacherberg SG randaliert. Mehrere Gegenstände wurden dabei beschädigt.

von
Shila Ochsner
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In der Nacht auf Dienstag haben Unbekannte in einer Kapelle randaliert. 

In der Nacht auf Dienstag haben Unbekannte in einer Kapelle randaliert.

Kantonspolizei St. Gallen 
Es gingen dabei einige Gegenstände kaputt. Darunter eine Holzstatue, Bilder sowie ein Fenster, das ausgehängt wurde.

Es gingen dabei einige Gegenstände kaputt. Darunter eine Holzstatue, Bilder sowie ein Fenster, das ausgehängt wurde.

Kantonspolizei St. Gallen 
Die Kantonspolizei spricht von einem seltenen Delikt. Auch für den Geschäftsführer der Kirchengemeinde ist dieses Ausmass an Vandalismus ein Schock. 

Die Kantonspolizei spricht von einem seltenen Delikt. Auch für den Geschäftsführer der Kirchengemeinde ist dieses Ausmass an Vandalismus ein Schock.

Kantonspolizei St. Gallen 

Darum gehts:

  • In der Nacht auf Dienstag trieben Unbekannte ihr Unwesen in der Kapelle Wilen-Wartegg in Rorschacherberg SG.

  • Mehrere Gegenstände aus der Schlosskapelle wurden beschädigt.

  • Für den Geschäftsführer der Kirchengemeinde Rorschach ist es ein Schock.

  • Die Kantonspolizei ermittelt und sucht Zeugen des Vorfalls.

Eine unbekannte Täterschaft hat in der Nacht auf Dienstag in der Schlosskapelle an der alten Wilerstrasse in Rorschacherberg SG ihr Unwesen getrieben. Ein Anwohner fand am Dienstagmorgen vor dem Eingang der Kapelle eine kaputte Holzfigur, eine Weihwasserschale sowie ein ausgehängtes Fenster und informierte den Geschäftsführer und die Polizei.

Stefan Meier, Geschäftsleiter der Katholischen Kirchengemeinde Region Rorschach, reagierte mit Bestürzung auf die Nachricht. «Ich war erschrocken, dass sich jemand so respektlos in einem Gotteshaus verhält», sagt Meier zu 20 Minuten. Es sei nach seinem Kenntnisstand das erste Mal, dass in der 1706 erbauten Kapelle in diesem Ausmass randaliert wurde. «So etwas macht man doch nicht», meint Meier.

Kapelle soll für alle offen sein

Statuen, Bilder, Kerzenständer und ein Fenster wurden teilweise beschädigt. Ob diese ersetzt oder repariert werden können, klärt die Kirchengemeinde momentan ab, weshalb der entstandene Sachschaden noch nicht beziffert werden kann.

Die Kirchengemeinde geht nun über die Bücher, wie die Sicherheit in der Kapelle gewährleistet werden kann. Die Kapelle soll auf jeden Fall für alle offen sein. «Wir sind der Meinung, dass wir noch keine Überwachungskameras brauchen. Es soll ein Raum sein, wo man auch mal für sich sein kann», sagt Meier.

Seltenes Delikt

Die Kantonspolizei St. Gallen hat vor Ort Spuren aufgenommen und hofft, die Täterschaft ausfindig machen zu können. «Es ist ein Delikt, das selten vorkommt», sagt Hanspeter Krüsi, Mediensprecher der Kantonspolizei St. Gallen. Es komme nicht oft vor, dass in einem kirchlichen Gebäude mutwillig randaliert wird. Es sei aber schon zu Brandstiftungen gekommen.

Warum so gehandelt wurde, ermittelt die Kantonspolizei zurzeit. «Ob die Tat eine spezielle Bedeutung hat, können wir sagen, wenn wir die Täterschaft kennen», sagt Krüsi. Deshalb ist die Polizei froh über Hinweise zu diesem Vorfall. Wer etwas zum Vorfall weiss, soll sich beim Polizeistützpunkt Thal melden.

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