Aktualisiert

PapamobilSo fährt der Papst

Seit 30 Jahren verwenden die heiligen Väter bei ihren Reisen spezielle Fahrzeuge, um sich den Gläubigen zu zeigen - und sich dabei vor Attentätern zu schützen.

von
Ivan Putincanin

Bei seinem Besuch in Israel wird Papst Benedikt XVI von 80 000 Sicherheitsleuten beschützt (20 Minuten Online berichtete). Kaum vorstellbar, dass Johannes Paul II vor gar nicht so langer Zeit bei seinen Besuchen den Gläubigen aus einem ungeschützten Cabrio zuwinkte.

Der charismatische Papst

Im Gegensatz zu seinem Vorgänger war Johannes Paul II äusserst volksnah und setzte erstmals auf seiner Reise nach Polen 1979 ein Automobil mit speziellem Anbau ein. Der eigens für die Reise umgebaute Geländewagen der polnischen Marke Star ermöglichte dem heiligen Vater, sich dem Publikum besser zu präsentieren. Seither werden die Fahrzeuge, welche den Pontifex Maximus bei Besuchen durch die Masse kutschieren, als Papamobil bezeichnet. Als Johannes Paul II 1981 bei einem Attentat auf dem Petersplatz in Rom beinahe ums Leben kam, änderten sich die Sicherheitsbestimmungen. Seither winkt der Papst stets aus einer gut geschützten Kuppel aus Panzerglas.

Mercedes dominiert

Im Fuhrpark des Vatikan lassen sich etliche Limousinen finden, welche dem heiligen Vater und der gläubigen Oberschicht zur Verfügung stehen. Doch nur die wenigsten davon eignen sich als Papamobil, da der Papst bei einem Besuch von dem Massenpublikum schliesslich auch gesehen werden will. Die Autohersteller beschenken den Papst stets, da sie sich dadurch einen Imagegewinn erhoffen. So stammt etwa die Hälfte aller Papamobile von Mercedes. Bis heute wurden rund 100 dieser Wagen mit dem Sonderbau auf dem hinteren Bereich hergestellt.

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