Aktualisiert 30.06.2016 03:57

«Lockvogel ist nicht nötig»

So fängt die Polizei Pädophile im Netz

Recherchen von 20 Minuten zeigen, wie schnell Kinder im Netz an Pädophile geraten können. Was tun die Behörden in der Schweiz dagegen?

von
J. Panknin
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Die Online-Community Knuddels.de ist offiziell ab 14 Jahren zugänglich und bietet zig unterschiedliche Foren, in denen gemeinsam gespielt und gechattet werden kann. Offenbar macht sie genau das aber auch zur perfekten Kontaktbörse für Menschen mit illegalen Vorlieben.

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Die Registrierung ist schnell gemacht, es braucht nur eine aktive Mail-Adresse. Nach dem Alter wird nur pro Forma gefragt. Im Test gab 20 Minuten zuerst 12 Jahre, dann die verlangten 14 Jahre an.

Die Registrierung ist schnell gemacht, es braucht nur eine aktive Mail-Adresse. Nach dem Alter wird nur pro Forma gefragt. Im Test gab 20 Minuten zuerst 12 Jahre, dann die verlangten 14 Jahre an.

Der erstellte Lockvogel heisst letztendlich Crazy Prinzessin Julia und ist offiziell 14 Jahre alt. Auf ein Profilbild wird verzichtet. Trotzdem dauert es keine Minute, bis die ersten eindeutigen Nachrichten über den vermeintlichen Teenager hereinbrechen.

Der erstellte Lockvogel heisst letztendlich Crazy Prinzessin Julia und ist offiziell 14 Jahre alt. Auf ein Profilbild wird verzichtet. Trotzdem dauert es keine Minute, bis die ersten eindeutigen Nachrichten über den vermeintlichen Teenager hereinbrechen.

Nachdem bekannt geworden war, dass der zwölfjährige Paul aus Gunzgen SO seinen Entführer in einem Internetforum kennengelernt hatte, machte 20 Minuten die Probe aufs Exempel. Im Online-Chatportal Knuddels.de gab sich eine Redaktorin als die 13-jährige Julia aus – und wurde sofort mit eindeutigen Nachrichten bombardiert. Mit einem 32-Jährigen verabredete sie sich noch für den gleichen Abend.

Das Treffen scheiterte. Doch der Chat-Verlauf und ein verdächtiger Wagen, der immer wieder am Treffpunkt vorbeifuhr, lassen vermuten, dass der Mann tatsächlich dort war.

Die unerwartet schnellen Ergebnisse werfen Fragen auf: Wenn es so einfach ist, sich mit Pädophilen zu verabreden, wieso laufen diese dann noch frei herum? Was tun die Behörden in der Schweiz, um solche Personen zu stoppen? 20 Minuten hat beim Bundesamt für Polizei (Fedpol) nachgefragt.

Behörden ermitteln in Chatrooms

«Die Polizei ermittelt verdachtsunabhängig, das heisst sie kommuniziert in Chats, wo Pädokriminelle sich mutmasslich aufhalten könnten», sagt Fedpol-Mediensprecherin Lulzana Musliu. Ziel sei es dabei immer, ein Treffen auszumachen.

Wie lange die Spezialisten brauchen, bis ein solches im Chat auf den Tisch kommt, ist von Fall zu Fall verschieden. «In gewissen Fällen kann es sehr schnell gehen, kurze 10 bis 15 Minuten. In anderen Fällen aber auch sehr lang, bis zu einem Jahr», sagt Anne-Florence Débois, ebenfalls vom Fedpol.

Auch das Vorgehen der Ermittler ist nicht standardisiert: «Es gibt ebenso viele unterschiedliche Dialoge wie es unterschiedliche Profile von Pädokriminellen gibt. Die Erfahrung unserer Spezialisten erlaubt es ihnen, von Fall zu Fall zu erkennen, wo es sich um ein falsches Profil respektive ob es sich um einen Erwachsenen handelt», so Débois.

«Ein Lockvogel ist nicht nötig»

Sobald sich im Gespräch ein Treffen abzeichnet, leitet die jeweilige Kantonspolizei zusammen mit der Staatsanwaltschaft weitere Massnahmen ein. «Ein Lockvogel wird nicht eingesetzt und ist auch nicht nötig. Wenn ein klarer Treffpunkt abgemacht ist, reicht es für die Polizei, die Person vor Ort befragen zu können», sagt Musliu.

Je nach Fall können weitere Zwangsmassnahmen, wie zum Beispiel eine Hausdurchsuchung, von der lokalen Behörde eingeleitet werden. «Das wird von Fall zu Fall entschieden.» Wie oft in Chats ermittelt wird und wie hoch die Erfolgsrate dabei ist, wollte die Behörde nicht kommunizieren.

Warnbesuch trotz Mangel an Beweisen?

20 Minuten wird die gesammelten Informationen über den Mann, der sich mit Julia verabredete, an die Stadtpolizei Zürich beziehungsweise an die Zürcher Oberstaatsanwaltschaft übergeben. Doch: «Wenn Privatpersonen oder Journalisten ermitteln, können die Informationen nicht vor Gericht verwendet werden», sagt Musliu.

Ob die Beamten dem Mann trotzdem einen Warnbesuch abstatten, wenn sie ihn anhand der Informationen identifizieren können, wollte die Stadtpolizei Zürich aus ermittlungstechnischen Gründen nicht preisgeben.

Die liegt in der Schweiz grundsätzlich bei den Kantonen. Das (Fedpol) unterstützt die lokalen Behörden bei den Ermittlungen und wird involviert, wenn es um internationale Zusammenarbeit geht. Die Fachspezialisten vom Fedpol können in Ermittlungen unterstützend mitwirken– wie zum Beispiel im Fall von Paul S. geschehen. Nach Artikel 187 des Strafgesetzbuches werden sexuelle Handlungen mit Kindern mit bestraft.

Die liegt in der Schweiz grundsätzlich bei den Kantonen. Das (Fedpol) unterstützt die lokalen Behörden bei den Ermittlungen und wird involviert, wenn es um internationale Zusammenarbeit geht. Die Fachspezialisten vom Fedpol können in Ermittlungen unterstützend mitwirken– wie zum Beispiel im Fall von Paul S. geschehen. Nach Artikel 187 des Strafgesetzbuches werden sexuelle Handlungen mit Kindern mit bestraft.

Die liegt in der Schweiz grundsätzlich bei den Kantonen. Das (Fedpol) unterstützt die lokalen Behörden bei den Ermittlungen und wird involviert, wenn es um internationale Zusammenarbeit geht. Die Fachspezialisten vom Fedpol können in Ermittlungen unterstützend mitwirken– wie zum Beispiel im Fall von Paul S. geschehen. Nach Artikel 187 des Strafgesetzbuches werden sexuelle Handlungen mit Kindern mit bestraft.

Die liegt in der Schweiz grundsätzlich bei den Kantonen. Das (Fedpol) unterstützt die lokalen Behörden bei den Ermittlungen und wird involviert, wenn es um internationale Zusammenarbeit geht. Die Fachspezialisten vom Fedpol können in Ermittlungen unterstützend mitwirken– wie zum Beispiel im Fall von Paul S. geschehen. Nach Artikel 187 des Strafgesetzbuches werden sexuelle Handlungen mit Kindern mit bestraft.

Die liegt in der Schweiz grundsätzlich bei den Kantonen. Das (Fedpol) unterstützt die lokalen Behörden bei den Ermittlungen und wird involviert, wenn es um internationale Zusammenarbeit geht. Die Fachspezialisten vom Fedpol können in Ermittlungen unterstützend mitwirken– wie zum Beispiel im Fall von Paul S. geschehen. Nach Artikel 187 des Strafgesetzbuches werden sexuelle Handlungen mit Kindern mit bestraft.

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