Aktualisiert 03.03.2019 21:07

Höhere PreiseSo fahren die Züge in Ihrer Region in Zukunft

Für 12,8 Milliarden Franken soll das Bahnnetz ausgebaut werden. Die SBB stellt nun die künftigen Zugverbindungen vor – und warnt vor Preiserhöhungen.

von
ehs
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Der Bund will 12,8 Milliarden Franken in den Ausbau des Bahnnetzes bis 2035 investieren. Damit werde die Schweiz zur S-Bahn, so die SBB in einer Broschüre.

Der Bund will 12,8 Milliarden Franken in den Ausbau des Bahnnetzes bis 2035 investieren. Damit werde die Schweiz zur S-Bahn, so die SBB in einer Broschüre.

Keystone/Alessandro Della Valle
In einer Grafik zeigt die SBB, an welchen Bahnhöfen es künftig neue und häufigere Halte von Intercity- und Interregio-Zügen geben soll.

In einer Grafik zeigt die SBB, an welchen Bahnhöfen es künftig neue und häufigere Halte von Intercity- und Interregio-Zügen geben soll.

SBB
Zwischen Zürich und Winterthur, Zürich und Luzern sowie in der Westschweiz werden die Züge teils deutlich schneller sein.

Zwischen Zürich und Winterthur, Zürich und Luzern sowie in der Westschweiz werden die Züge teils deutlich schneller sein.

SBB

Für 12,8 Milliarden Franken soll das Bahnnetz bis 2035 ausgebaut werden, wenn es nach dem Willen der Ständeratskommission geht. Das Parlament berät den Ausbauschritt, der vom Bundesrat beschlossen und von der Kommission ergänzt wurde, in der Frühjahrssession.

Die Schweiz wird mit dem Ausbau zur S-Bahn. Das verspricht die SBB in neuen Unterlagen. Wir stellen die wichtigsten Änderungen vor – und informieren Sie, welche Neuerungen es mit dem Ausbauschritt 2035 gibt.

Region Zürich

- Zwischen Zürich und Winterthur fährt alle fünf Minuten ein schneller Zug.

- Viertelstundentakt auf den S-Bahn-Abschnitten Stadelhofen-Uster (ohne Halt), Dietikon-Zürich (ohne Halt) sowie Stäfa-Zürich (ohne Halt).

- Viertelstundentakt der S-Bahnen auf den Abschnitten Horgen-Zürich, Bülach-Zürich, Regensdorf-Zürich, Zürich-Stettbach-Uster und Pfäffikon-Effretikon-Zürich.

- Neue Fernverkehrsverbindungen ab Zürich Enge und Horgen und mehr ab Zürich Oerlikon, Bülach und Lachen.

Ostschweiz

- Gewisse Intercitys halten nicht mehr am Flughafen und sind dafür in 53 statt 62 Minuten von Zürich in St. Gallen.

- Viertelstundentakt Zürich-Frauenfeld.

- Halbstundentakt Zürich-Sargans-Chur und Ziegelbrücke-Linthal.

Zentralschweiz

- Viertelstundentakt Luzern-Zürich.

- Viertelstundentakt Wohlen-Lenzburg.

- Etwa fünf Minuten schneller in Zürich dank Zimmerbergbasistunnel II.

- Neue Fernverkehrsverbindungen ab Ebikon und Cham und mehr ab Rotkreuz und Baar.

Nordwestschweiz und Mittelland

- Viertelstundentakt Basel-Aesch, Olten-Zofingen, Aarau-Brugg und schneller Viertelstundentakt Brugg-Zürich.

- Halbstundentakt Delémont-Basel und Basel-Liestal-Aarau-Zürich.

- Alle 30 Minuten Intercity-Halt in Aarau.

- Neue Fernverkehrsverbindungen ab Egerkingen und mehr ab Turgi, Wynigen, Oensingen, Aarau und Baden.

Region Bern

- Viertelstundentakt Freiburg-Bern, Bern-Zürich, Bern-Burgdorf und Bern-Niederscherli.

- Halbstundentakt Solothurn-Oensingen-Olten, Ins-Fribourg-Romont sowie Bern-Brig und Bern-Interlaken.

Westschweiz

- Viertelstundentakt Genf-Lausanne (ohne Halt), Lausanne-Aigle und La Plaine-Genf.

- Wiedereinführung von Direktverbindung nach Basel.

- Mehr Züge zwischen Neuchâtel, La Chaux-de-Fonds und Le Locle.

- Mehr Fernverkehrsverbindungen ab Gland und Renens VD.

Was kostet das die Kunden?

Alle Änderungen hat die SBB in einer Broschüre zusammengefasst. Kostenlos ist der Ausbau nicht zu haben: Während der Bundesrat zwischen 2025 und 2035 mit einer Preiserhöhung der Billette von drei bis fünf Prozent rechnet, hat SBB-Chef Andreas Meyer gar vor einer noch grösseren Steigerung gewarnt. «Es könnte sogar mehr sein», sagte er an einer Medienkonferenz. Das wolle die Branche verhindern: «Unsere Ambition ist, die Preise möglichst stabil zu halten», sagte Meyer.

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