18.06.2020 07:36

Aesch BLSo geht Demokratie trotz Pandemie

In der Basler Agglomerationsgemeinde Aesch zügelte die Politik auf den Kunstrasen, wo eine Gemeindeversammlung mit rund 300 Stimmbürgern unter freiem Himmel abgehalten wurde.

von
Lukas Hausendorf
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Gemeindeversammlung trotz Corona: In Aesch fanden sich am Dienstagabend rund 300 Stimmbürger auf dem Kunstrasenfeld des Fussballclubs ein.

Gemeindeversammlung trotz Corona: In Aesch fanden sich am Dienstagabend rund 300 Stimmbürger auf dem Kunstrasenfeld des Fussballclubs ein.

Nicole Pont/Tamedia
Der «Totomat» der Versammlungsdemokratie präsentierte der Stimmbevölkerung ein erfreuliches Rechnungsergebnis mit einem satten Gewinn.

Der «Totomat» der Versammlungsdemokratie präsentierte der Stimmbevölkerung ein erfreuliches Rechnungsergebnis mit einem satten Gewinn.

Nicole Pont/Tamedia
Gesessen und abgestimmt wurde mit gebührendem Abstand.

Gesessen und abgestimmt wurde mit gebührendem Abstand.

Nicole Pont/Tamedia

Darum gehts

  • In vielen Gemeinden hat Corona das politische Leben weitgehend stillgelegt, weil Gemeindeversammlungen abgesagt wurden.
  • Die Baselbieter Gemeinde Aesch hat eine Corona-Konforme Variante unter freiem Himmel gefunden.
  • Am Dienstag kamen rund 300 Stimmbürger zur Gemeindeversammlung auf dem Kunstrasenfeld des örtlichen Fussballvereins, Platz hätte es für doppelt so viele gehabt.

Vielerorts fielen Gemeindeversammlungen infolge der Pandemie ins Wasser. In Aesch wäre das Stimmvolk im schlimmsten Fall nass geworden. «Wir wollen die Demokratie zurück. Fertig Ausnahmezustand. Das Volk soll wieder die Macht haben», erklärte Gemeindepräsidentein Marianne Hollinger, wie die «bz Basel» festhielt. Hollinger hatte schon früh mit der Planung der Openair-Gmeini begonnen und sich dafür sogar den Segen von Daniel Koch geholt, als dieser noch im Amt war.

So standen am Dienstabend 600 nummerierte Stühle im Zwei-Meter-Abstand auf dem Kunstrasenfeld. Der Einlass von Paaren und Einzelpersonen erfolgte getrennt, von allen die Kontaktdaten und die dazugehörige Sitznummer registriert. Die neue Normalität in Ausnahmezeiten. Gut 300 Stimmbürger nahmen ihre demokratischen Rechte wahr und nickten die Gemeinderechnung, die letztes Jahr mit einem satten Gewinn von1,575 Millionen Franken schloss, ab.

Für Präsidentin Marianne Hollinger war es zugleich ein gelungener Abschied, sie tritt nach 16 Jahren als Gemeindepräsidentin ab.

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