Grow Up: So geht Networking in Corona-Zeiten
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Grow UpSo geht Networking in Corona-Zeiten

Homeoffice und soziale Einschränkungen beeinflussen Geschäftsbeziehungen enorm. Wir zeigen, wie du trotzdem deine Kontakte pflegst. Wichtig ist vor allem der richtige Mix.

von
Dominic Benz

Networking hat sich schon vor der Krise vermehrt auf Social Media ausgeweitet. Onlinekanäle sind für dein geschäftliches Networking inzwischen genauso wichtig geworden wie die Pflege von persönlichen Kontakten. Daher ist es wichtig, dass du dich nicht ausschliesslich auf den physischen Austausch konzentrierst und vor allem die jetzige Zeit für den Ausbau deines Social-Media-Auftritts nutzt.

Vernetzungsapéros und Workshops vor Ort werden immer rarer, wodurch die Verlagerung in die Onlinewelt zurzeit zusätzlich beschleunigt wird. Wer digital noch nicht präsent ist, sollte das spätestens jetzt nachholen. Networking bleibt aber auch nach der Pandemie das A und O von erfolgreichen Unternehmern – und einen Ruf baut man ein Leben lang auf.

Onlineplattformen wie Linkedin oder Xing sind schon mal ein wichtiger Schritt, dich in der Geschäftswelt zu präsentieren. Hier kannst du dich mit anderen Berufstätigen verbinden, Inhalte teilen oder verschiedenen Onlinegruppen zu spezifischen Themen beitreten. Auch Twitter und Instagram eignen sich hervorragend als Networking-Plattformen. So kannst du bei Twitter beispielsweise die «Folge ich»-Liste erfolgreicher Branchenvertreter durchforsten oder Beiträge einsehen, welche den Followern gefallen haben.

Achte allerdings auch darauf, dass deine Netzwerkgrösse deinen Ansprüchen und Zielsetzungen entspricht. Eine grosse Anzahl Follower vergrössert zwar deine Reichweite, mit einer wachsenden Menge an Kontakten werden die Beziehungen allerdings oberflächlicher. Hier kommt es vor allem darauf an, in welchem Bereich du tätig bist.

Engagement ist wichtig

Damit deine Beziehungen langfristig halten und sich dein Netzwerk nach Möglichkeit auch vergrössert, ist viel Engagement gefragt. Ansonsten läufst du Gefahr, dass du schnell mal in Vergessenheit gerätst. Denn du willst dich schliesslich als aktiver und attraktiver Partner positionieren und auch aus der Masse herausstechen.

Ganz wichtig dabei: Networking ist ein Geben und Nehmen. Das heisst, du solltest dir zuallererst überlegen, was du zu bieten hast. Konkret wären das Talente, Fähigkeiten oder Expertisen, von denen andere profitieren können. Nutze die Zeit also, um diese Bereiche möglichst zu erweitern und dich auch persönlich weiterzuentwickeln. Gehe die Sache auch mit der nötigen Geduld an. Beim ersten Gespräch gleich nach einem Job zu fragen, wirkt unverschämt und berechnend.

So bist du optimal gewappnet, um dich auch nach der Krise wieder unter die Leute zu mischen. Denn gutes Networking bleibt auch in der heutigen Zeit eine ausgewogene Mixtur aus Online- und Offlinekontakten und: Es muss Spass machen!

Schon Mitte 20, aber noch immer nicht wirklich im Erwachsenenleben angekommen? No need to panic! «Grow Up» beantwortet dir alles, was du spätestens mit 30 wissen musst. Seien es Fragen zur Karriere, zum Umgang mit Geld oder den Behörden: Hotel Mama war gestern. Sende deine Frage an grow.up@20minuten.ch.

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