Du putzt nicht gerne? Damit bist du nicht alleine. Wir zeigen dir einen Trick, mit dem das Putzen fast automatisch gehen soll.
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21.10.2020 10:31

Immer aufgeräumt – so geht «Trigger Cleaning»

Wäre es nicht schön, wenn deine Wohnung sauberer und aufgeräumter wäre, ohne dass du das Gefühl hast, du putzt mehr? Das kann «Trigger Cleaning»

von
Meret Steiger
21.10.2020

Beim «Trigger Cleaning» geht es darum, dass du bereits vorhandene Gewohnheiten mit neuen Gewohnheiten, die du gerne hättest, verknüpfst. Die Idee stammt vom amerikanischen Autor und Gewohnheitstier James Clear. In seinem Buch «Atomic Habits» erklärt er ein Konzept, das er «Habit Stacking» nennt – also «Gewohnheiten stapeln.»

Seine Idee ist so simpel, wie wie effizient ist: Man nehme ein bereits vorhandene Gewohnheit, zum Beispiel Zähneputzen, und verbinde sie mit einer Gewohnheit, die man gerne hätte, zum Beispiel regelmässig das Lavabo putzen. Ziel beim «Habit Stacking» ist, dass du automatisch nach dem Zähneputzen noch eben das Becken wischst. So soll deine Wohnung permanent in einem mehr oder weniger frisch geputzten Zustand sein, ohne dass du dir dafür ein Bein ausreissen musst.

Trigger erkennen

Laut Clear gibt es fünf mögliche Trigger, an die man eine neue Gewohnheit anknüpfen könnte. Die Trigger sind Zeit, Ort, Tätigkeit, emotionaler Zustand und andere Menschen. Gerade Zeit, Ort und die vorangehende Tätigkeit eignen sich als Startpunkt fürs «Trigger Cleaning». Im besten Fall hast du danach eine sauberere Wohnung, ohne dass du dir extra Zeit zum putzen nehmen musst. In der Bildstrecke findest du einige Beispiele für Gewohnheiten, die sich gut verbinden lassen.

WC putzen nach dem ersten Toilettengang

Eine gute Gelegenheit, mit Trigger Cleaning anzufangen, ist die Toilette.

Eine gute Gelegenheit, mit Trigger Cleaning anzufangen, ist die Toilette.

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Eigentlich ganz easy: Jedesmal, wenn du am Morgen zum ersten Mal aufs Klo gehst (die Trigger sind Zeit, Ort und Tätigkeiten zusammen), kannst du danach ein bisschen Seife oder Spülmittel in die Toilette geben, kurz mit dem WC-Bürsteli abschrubben und zack: Du startest jeden Tag mit einer sauberen Toilette und musst am Putztag viel weniger intensiv putzen.

Leere alle Abfalleimer, wenn du einen Abfallsack rausträgst

Wenn du einen Abfallsack wegträgst, gewöhn dir an, allen Abfall in deiner Wohnung gleich mit zu entsorgen.

Wenn du einen Abfallsack wegträgst, gewöhn dir an, allen Abfall in deiner Wohnung gleich mit zu entsorgen.

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Jedesmal wenn dein Abfallsack so langsam voll wird, gewöhne dir an, auch alle anderen Abfallbehälter in deiner Wohnung oder deinem Haus zu leeren. Also auch die im Badezimmer und falls du hast die in den Schlaf- und Wohnzimmern.

Mache eine Wäsche, während dein Kaffee/Tee kocht

Ein Wasserkocher braucht eine Weile bis er heiss ist, genau so wie dein Kaffeekännchen. Gewöhn dir doch an, in dieser Zeit etwas produktives zu machen.

Ein Wasserkocher braucht eine Weile bis er heiss ist, genau so wie dein Kaffeekännchen. Gewöhn dir doch an, in dieser Zeit etwas produktives zu machen.

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Bei Kaffee oder Tee muss man jeweils ein bisschen warten, bis das Getränk heiss ist. Nutze diese Zeit und mach Wäsche: Und falls du mehrmals pro Tag Kaffee kochst, kannst du ja auch beim zweiten Mal die Wäsche aufhängen oder, falls du einen Tumbler hast, sogar schon wieder einräumen.

Sortiere deinen Schreibtisch, bevor du die Lampe ausmachst

Ob Ordnung für die Kreativität förderlich ist oder nicht ist umstritten. Wenn du dich mit einem aufgeräumten Tisch wohler fühlst, dann ist das ein guter Grund sich Trigger Cleaning anzugewöhnen.

Ob Ordnung für die Kreativität förderlich ist oder nicht ist umstritten. Wenn du dich mit einem aufgeräumten Tisch wohler fühlst, dann ist das ein guter Grund sich Trigger Cleaning anzugewöhnen.

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«Schreibtisch aufräumen» ist ein beliebter Weg, den Arbeitsbegin herauszuschieben. Um diese Art von Prokrastination zu verhindern, kannst du dir angewöhnen, das abends zu machen: Jedesmal, wenn du deine Lampe am Arbeitsplatz ausmachen möchtest, räume davor kurz deinen Schreibtisch auf. Er muss nicht leer und steril sein, aber zumindest aufgeräumt.

Bring das Wohnzimmer in seinen «Ursprungszustand», wenn du den TV ausmachst

Damit du am Morgen mit einem «frischen» Zimmer starten kannst: Sobald du den TV ausmachst, trägst auch noch schnell Geschirr in die Küche oder räumst Bücher zurück ins Regal.

Damit du am Morgen mit einem «frischen» Zimmer starten kannst: Sobald du den TV ausmachst, trägst auch noch schnell Geschirr in die Küche oder räumst Bücher zurück ins Regal.

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Die Versuchung, einfach den TV auszumachen und ins Bett zu fallen ist gross. Am Morgen musst du dann aber Chipsresten vom Sofa wischen, eine alte Kaffeetasse abwaschen und stösst dabei noch den Nagellackentferner von gestern Abend um. Versuch dir stattdessen anzugewöhnen, das Wohnzimmer jeden Abend in seinen Ursprungszustand zurück zu versetzen: Also die Tasse in die Küche, den Nagellackentferner zurück ins Bad und die Chipskrümel in den Abfall.

Machst du «Trigger Cleaning»? Welche Putz-Gewohnheiten hast du miteinander verknüpft? Erzähl es uns in den Kommentaren.

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15 Kommentare
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Superhausmann

22.10.2020, 21:22

Telefonieren und abstauben. Alle Spiegel putzen und Backofentür innen und aussen gleich mit. Kühlschranktablare vor dem Grosseinkauf kurz feucht abwischen, weil dann kaum was auszuräumen ist.

Nimo

22.10.2020, 06:50

Super Sache und wird in der Regel auch bei mir so gemacht. Aber wie überzeugt man seinen Göttergatten dasselbe zu tun? Ein seit über 12 Jahren anhaltendes Projekt bei mir... ;p

Sandra

21.10.2020, 14:19

Da ich leider immer auch noch meinem Partner hinterherräumen und -putzen muss, würde es anders gar nicht gehen. Ich wusste jedoch nicht, dass es dafür den Experten James braucht, der uns seine Erkenntnisse mit einem Buch vermittelt.