So geht Weihnachtsdeko ohne Kitsch

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So geht Weihnachtsdeko ohne Kitsch

Kunstschnee am Fenster, die Krippe inklusive Jesuskind vor dem Fake-Kamin und die glitzernden Engelsfiguren von eurem Grosi – Weihnachtsdeko kann schon ziemlich furchtbar sein. Dabei geht es auch ganz ohne Kitsch, wenn man ein paar Regeln beachtet.

von
Malin Mueller

Wer mitten im Dezember von weihnachtlicher Stimmung noch nichts spürt, der tut gut daran, allerspätestens jetzt Michael Bublé aufzulegen, das Kamin-Programm am Fernseher einzuschalten und die Deko hervorzuholen. Ehrlich jetzt. Es gibt kaum etwas, das schneller und ergiebiger hilft. Und die 537 Wohnmagazine, Pinterest-Boards und Insta-Accounts, die ihr durchblättert und abgespeichert habt, um eure vier Wände so stilvoll wie möglich einzurichten, sollten euch davon nicht abhalten. Denn Weihnachtsdeko funktioniert durchaus auch ohne Kitsch.

Don’t: All in mit Glas, Plastik und Glitzer

Fangen wir mal mit ein paar Grundlagen an: Rosafarbene Keramikengel mit Glitzer-Flügelchen sind nicht das, was ihr sucht. Generell raten wir, von allem abzusehen, was allzu sehr danach aussieht, als ob es vorher chemisch behandelt wurde. Ihr wisst schon, beglitzerte oder komplett weiss eingefärbte Plastik-Weihnachtsbäume, singende Plüsch-Elche, bunte Wandbilder, auf denen Dinge stehen wie «I feel better with Lametta».

Do: Auf Naturmaterialien setzen

Was hingegen wunderbar funktioniert und den Geldbeutel schont: Die Weihnachtsdeko beim nächsten Waldspaziergang selbst zusammen suchen. Grosse und kleine Tannenzapfen wirken schön gemütlich, der Ast mit den vielen Zweigen macht sich in der Bodenvase mit etwas Weihnachtsschmuck fast so schön wie ein echter Baum. Auch Trockenblumen, Zimtstangen und mit Nelken gespickte Orangen bringen festliche Stimmung.

Don’t: Kunterbunt durchmischen

Ganz ehrlich: Ein krass bunt geschmückter Weihnachtsbaum, farbige Lichterketten und die LED-beleuchtete Tischdeko in pink-blau KANN durchaus ziemlich cool aussehen. Aber understated ohne kitschlos? Da müssen wir euch enttäuschen.

Do: In einer Farbfamilie bleiben. Eine, die nicht rot-gold ist. Oder pink.

Jetzt haben wir schon ein bisschen geteasert. Wenn ihr versuchen wollt, dieses Jahr mal reduziert zu dekorieren, dann ist das übliche Rot-Gold-Grün nicht die ideale Farbwahl. Besser sind Schwarz, Weiss, Grau und Beige, verschiedene Grüntöne, Rot-Nuancen oder Braun. Also: entweder oder versteht sich.

Don’t: Alles beim Alten lassen

Traditionen sind wahnsinnig wichtig für Weihnachten, keine Frage. Wer allerdings versuchen möchte, dem Kitsch ein Stückchen entgegenzuwirken, der sollte darüber nachdenken, ein, zwei Dinge von damals nicht ganz so streng zu sehen.

Do: Neues ausprobieren

Etwas Eukalyptus statt dem Mistelzweig, alte Weinflaschen als Kerzenhalter für den Adventskranz, unperfekte Sterne aus Ästen statt Versionen, die penibel aus Holz zurecht gesägt sind. Wer sich traut, bei der Deko etwas vom gewohnten Weg abzukommen, macht sie automatisch moderner und damit weniger kitschig.

Don’t: Baum aussortieren

Klar, für einen Weihnachtsbaum braucht man etwas Platz. Ist er echt, kann (und wird) er nadeln. Ist er künstlich, sieht er oft sehr – naja – künstlich aus. Und kitschig allenfalls auch. Also weg damit von der Liste? Wir plädieren für nein.

Do: Baum zelebrieren

Erstmal gibt es kaum etwas weihnachtlicheres, als gemeinsam mit Unterstützung (weil schwer) einen Baum aussuchen zu gehen. Wer keine abgeschlagene Tanne will, bekommt auch eine kleinere Alternative im Topf. Die kann nach der Weihnachtszeit dann auf den Balkon ziehen oder ausgepflanzt werden. Und eigentlich finden wir: Der Baum hat eine Sonderberechtigung und darf durchaus kitschig sein. Wer das trotzdem vermeiden will, schmückt mit Strohsternen und Papierschmuck oder setzt lediglich auf eine Lichterkette.

Wie sieht euer Weihnachtsschmuck aus? Liebt ihr es kitschig oder habt ihr dezent und stilvoll dekoriert?

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