Aktualisiert 10.10.2019 10:51

Schüsse in Halle

So geschockt reagiert Deutschland

Der Anschlag auf die Synagoge in Halle sei nicht nur ein Angriff auf die jüdische Gemeinschaft, sondern auf das ganze Land, sind sich die deutschen Kommentatoren einig.

von
chk
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«Nie wieder!»«Es ist nicht schwer, sich zu merken, wozu unser Land aus unserer Geschichte heraus bedingungslos verpflichtet ist», schreibt die «Bild»-Zeitung. «Diese Verpflichtung, dieser Schwur an die Welt und vor allem an die Juden besteht aus diesen zwei Worten.»

«Nie wieder!»«Es ist nicht schwer, sich zu merken, wozu unser Land aus unserer Geschichte heraus bedingungslos verpflichtet ist», schreibt die «Bild»-Zeitung. «Diese Verpflichtung, dieser Schwur an die Welt und vor allem an die Juden besteht aus diesen zwei Worten.»

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«Schüsse aus dem Bodensatz der Gesellschaft»«Traurige Wahrheit ist, dass sich antisemitische Gefährder in Deutschland aus ihren Verstecken wagen, weil sie sich frei im Bodensatz der Gesellschaft bewegen können», schreibt die «Frankfurter Allgemeine».

«Schüsse aus dem Bodensatz der Gesellschaft»«Traurige Wahrheit ist, dass sich antisemitische Gefährder in Deutschland aus ihren Verstecken wagen, weil sie sich frei im Bodensatz der Gesellschaft bewegen können», schreibt die «Frankfurter Allgemeine».

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«Ausgerechnet Jom Kippur»«In Halle wurde eine Synagoge angegriffen - am höchsten jüdischen Feiertag Jom Kippur», schreibt «Spiegel Online». «Wer an diesem Tag eine Synagoge angreift, weiss vermutlich, dass dort Juden beten.»

«Ausgerechnet Jom Kippur»«In Halle wurde eine Synagoge angegriffen - am höchsten jüdischen Feiertag Jom Kippur», schreibt «Spiegel Online». «Wer an diesem Tag eine Synagoge angreift, weiss vermutlich, dass dort Juden beten.»

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Bei einem Angriff auf eine Synagoge und einen Döner-Imbiss in Halle an der Saale hat ein mutmasslicher Rechtsextremist am Mittwoch zwei Menschen erschossen und zwei weitere schwer verletzt. Der mutmassliche Schütze wurde festgenommen.

Der schwerbewaffnete Täter hat versucht, in einer Synagoge in Halle/Saale ein Blutbad unter rund 80 Gläubigen anzurichten. Der Täter wollte nach Angaben des Zentralrats der Juden mit Waffengewalt in die Synagoge eindringen.

Danach soll der Mann vor der Synagoge und in einem nahen Döner-Imbiss zwei Menschen erschossen haben. Er floh vom Tatort und wurde am Nachmittag festgenommen. Er hatte seine Tat gefilmt und das Video ins Internet gestellt.

Weltweite Reaktionen

Deutschland steht unter Schock. Das bringen nicht nur die Zeitungskommentatoren zum Ausdruck (bitte lesen Sie die Presseschau in der Bildstrecke), sondern auch die vielen Reaktionen im Internet aus der ganzen Welt.

Der alte und vermutlich neue Bundeskanzler Österreichs schreibt auf Twitter, dass es für Antisemitismus «keine Toleranz» gebe:

Nach dem Anschlag in Halle ist für den israelischen Ministerpräsidenten Benjamin Netanyahu klar, dass Antisemitismus in Europa wieder zunehme. Er spricht den Angehörigen sein Beileid aus:

Gedanken kommen auch vom kanadischen Premier Justin Trudeau, der von einer «sinnlosen Attacke» twittert:

Für den britischen Labour-Chef Jeremy Corbyn ist der Anschlag am höchsten jüdischen Feiertag ein Schock:

Das Europaparlament hat zum Gedenken an die Opfer eine Schweigeminute abgehalten. Der Präsident David Sassoli hat dazu getwittert, dass «Schock und Betroffenheit» herrsche:

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