«Die Medaille bedeutet mir sehr viel»: So glücklich hat man Lara Gut-Behrami selten gesehen
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«Die Medaille bedeutet mir sehr viel»So glücklich hat man Lara Gut-Behrami selten gesehen

Lara Gut-Behrami ist Weltmeisterin im Riesenslalom. Sie gewinnt vor Mikaela Shiffrin. Nach dem Rennen ist die sonst so kühle Tessinerin überglücklich, feiert gar mit einem Kamermann.

von
Nils Hänggi

Lara Gut-Behrami darf sich ihre zweite Gold-Medaille umhängen.

Video: SRF

Darum gehts

  • Lara Gut-Behrami gewinnt Gold im WM-Riesenslalom.

  • Sie freut sich sehr darüber und feiert sogar mit einem Kameramann.

  • Im Interview meint sie: «Es ist einfach grossartig.»

Fantastisch! Lara Gut-Behrami gewinnt auch im Riesenslalom WM-Gold und ist die erste Schweizer Riesen-Weltmeisterin seit Sonja Nef vor 20 Jahren. Die 29-Jährige schlägt in einem Hundertstel-Krimi die US-Amerikanerin Mikaela Shiffrin und Katharina Liensberger aus Österreich. Wie happy sie über diesen Triumph ist, das ist live im TV zu sehen. Die sonst so kühle Tessinerin, die man sonst nicht oft lächeln sieht, feierte im Ziel, als ihr Sieg feststand, gar mit einem Kameramann. Gut-Behrami sprang freudig auf ihn drauf.

«Ich bin überglücklich», meint die neue Riesen-Weltmeisterin nach ihrem Rennen gegenüber dem SRF. Und: «Die Medaille bedeutet mir sehr viel. Der Sieg ist unerwartet. Es war schon immer ein Wunsch von mir, im Riesenslalom eine Medaille zu holen. Sonst war ich immer sehr müde nach den WM-Speedrennen und deshalb war es schwierig.» Auch heute sei sie sehr müde gewesen, gar so müde wie noch nie in ihrem Leben. Aber dennoch habe sie es geschafft. «Es ist einfach grossartig.»

Hier nochmals zu sehen: Der 2. Lauf von Lara Gut-Behrami.

Video: SRF

Die achte WM-Medaille für Gut-Behrami

Weiter dankt Gut-Behrami Sonja Nef. Also der Schweizer Frau, die 2001 zuletzt die Gold-Medaille an einer Ski-WM im Riesenslalom holte. «2001 war die erste Weltmeisterschaft, an die ich mich erinnere», so die Tessinerin mit einem Lachen. Natürlich könne sie sich daher auch an den Sieg von Nef erinnern. «In meinem Zimmer hatte ich ein Poster von ihr hängen.» Und: «Sie ist ja mit unserem früheren Cheftrainer Hans Flatscher verheiratet, der mir damals geholfen hat, auf meine eigene Art arbeiten und trainieren zu dürfen, da hatte sie sicher auch einen gewissen Einfluss. Ich muss mich bei beiden bedanken.»

Ihre Freude, die ist verständlich. Sehr. Schliesslich sorgt Gut-Behrami nicht nur dafür, dass die Schweiz erstmals seit langer Zeit wieder im WM-Riesenslalom jubeln darf. Nein. Für die Tessinerin geht auch eine äusserst erfolgreiche WM zu Ende, war die Gold-Medaille im Riesen doch bereits ihre dritte Medaille nach Gold im Super-G und Bronze in der Abfahrt. Insgesamt hat die 29-Jährige aus Comano nun acht Auszeichnungen an Weltmeisterschaften vorzuweisen.

Hinzu kommt: Die Tessinerin schafft Sporthistorisches. Sie ist die erste Schweizerin seit Maria Walliser, die zwei Gold-Medaillen an einer WM gewinnt — und insgesamt drei. Walliser schaffte dies 1987 in Crans-Montana. Nicht verwunderlich also, dass die Tessinerin auch Glückwünsche von Bundesrätin Viola Amherd erhält. Diese schreibt auf Twitter: «Grande Lara Gut-Behrami.»

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