R.E.M. im Hallenstadion: So gut wie in alten Tagen
Aktualisiert

R.E.M. im HallenstadionSo gut wie in alten Tagen

Einst waren sie eine kleine College-Rock-Band – doch längst sind R.E.M. Superstars. Bei ihrem Zürcher Konzert kehrten sie zu zu ihren Wurzeln zurück.

Mit ihrer neusten Platte «Accelerate» knüpfen Michael Stipe, Mike Mills und Peter Buck alias R.E.M. an den rauen Rock ihrer Anfangstage an. Exaltierte Gesten und Experimente lassen sie damit ­hinter sich zurück, auch auf der Bühne: Die Diva Stipe ist Geschichte, der 48-Jährige scheint seine nette Seite wiedergefunden zu haben. So volksnah und gut aufgelegt wie gestern hat man ihn kaum auf einer Schweizer Bühne gesehen: Ein Bad in der Menge, ein Wunschkonzert und Mit-Klatsch-Aktionen – Stipe wird aufs Alter ein normaler Rockstar. Doch hat er deswegen nichts von ­seiner Ausstrahlung verloren, er ist immer noch der unzähmbare Derwisch, der unfass­bare Geist, was ihn zu einem der grössten Frontmänner seiner Generation gemacht hat.

Erwartungsgemäss kam kaum einer der knapp 10000 Zuschauer im Hallenstadion wegen der neuen R.E.M.-Songs. Und sie wurden nicht enttäuscht: Bei «Drive» oder «The One I Love» wurde das ganze Publikum in die besten Tage der Band zurückversetzt.

(nik)

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