Grow up: So hältst du dein Handy und E-Bike länger am Leben
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Grow upSo hältst du dein Handy und E-Bike länger am Leben

Gerade in Zeiten, in denen wir vermehrt zuhause sind, kommen viele Elektrogeräte schneller an den Anschlag. Mit der richtigen Handhabung leben sie jedoch deutlich länger.

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Der Kauf von neuen Elektronikgeräten produziert massenhaft Elektroschrott und kostet uns abertausende von Franken – das ist nicht unbedingt nötig. Mit den folgenden Tipps bescherst du deinem Fernseher, Smartphone oder E-Bike ein möglichst langes Leben und schonst zusätzlich dein Portemonnaie sowie die Umwelt!

• Vor allem mit einer guten Handhabung des Akkus kannst du noch einige zusätzliche Lebensjahre aus deinen Geräten herausholen. Achte vor allem darauf, dass du beispielsweise akkubetriebene E-Bikes nicht in zu kalten (unter 10 Grad) oder zu heissen (über 50 Grad) Räumlichkeiten lagerst.

• In puncto regelmässigem Gebrauch gilt es, die «goldene Mitte» zu finden: also nicht zu oft, aber auch nicht zu selten in Betrieb nehmen – sonst leidet der Akku. Dies gilt vor allem für Geräte mit saisonal bedingtem Gebrauch wie E-Bikes. Hier sollte der Akku spätestens nach 5 Monaten Nichtgebrauch mal wieder aufgeladen werden.

Vermeide Beschädigungen des Akkus durch Stösse und unachtsame Handhabung, denn darauf sind sie besonders empfindlich.

Meide Geräte, welche mit auswechselbaren Batterien betrieben werden, denn diese Batterien benötigen bei der Herstellung um ein Vielfaches mehr Energie als sie bei der späteren Nutzung zur Verfügung stellen. So ersparst du dir auch lästige Batterie-Neukäufe.

Energieeffizienter sind netzbetriebene Geräte. Überlege dir beim Kauf von Rasierapparaten oder Bohrmaschinen, ob du diese auch wirklich ohne Kabel benutzen musst (und dafür einige Nachteile in Kauf nimmst).

• Achte bei Smartphones darauf, dass du ein Gerät mit möglichst geringer elektromagnetischer Strahlung kaufst, der SAR-Wert sollte hier möglichst kleiner sein als 0.6 W/kg (meistens ersichtlich unter den Spezifikationen oder online).

Nutze beim Aufladen das mitgelieferte Ladegerät, sonst können Komplikationen auftreten.

Teile teure Gartengeräte oder Heimwerkermaschinen am besten mit deinen Nachbarn. So leidet die Elektronik durch das lange Herumstehen weniger und du sparst Geld.

• Prüfe allenfalls, ob sich ein Computer oder Smartphone nachrüsten lässt, denn häufig sind es nur einzelne Komponenten, die den Geist aufgeben. Das lohnt sich auch bei teuren E-Bikes. Gleich das ganze Gerät zu entsorgen, ergibt meistens wenig Sinn.

Grösser ist nicht immer besser: Achte bei der Bildschirmgrösse deines Fernsehers oder Computer darauf, was du wirklich benötigst. Zu grosse Bildschirmdiagonalen können deine Augen überfordern. Und je grösser der Bildschirm, desto höher die Stromrechnung – Fernseher gehören zu den grössten Stromfressern im Haushalt.

• Kläre immer die Möglichkeit einer Reparatur ab, bevor du ein kaputtes Gerät entsorgst. Häufig muss nur eine Verbindung neu gelötet oder eine kleine Komponente ausgewechselt werden.

• Falls es doch zur Entsorgung kommen sollte: Bringe defekte Elektrogeräte unbedingt zur örtlichen Sammelstelle oder zur Rückgabe direkt beim Händler.

Schon Mitte 20 aber noch immer nicht wirklich im Erwachsenenleben angekommen? No need to panic! «Grow Up» beantwortet dir alles, was du spätestens mit 30 wissen musst. Seien es Fragen zur Karriere, dem Umgang mit Geld oder den Behörden: Hotel Mama war gestern.

Sende deine Frage an grow.up@20minuten.ch

Deine Meinung

30 Kommentare
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Motor Ola

04.04.2021, 15:37

Mein nun 18 jahre altes Motorola Handy läuft immer noch mit dem ersten Akku. Muss es etwa alle 2-3 Tage mal aufladen.

najaaaaaa

04.04.2021, 14:58

Bei Huawei Handys ist zum Glück Akku austauschen günstig. Bei meinem Mate 20 kostete es gerade mal 89Fr. plus Einbau.

Elektro Ing.

04.04.2021, 14:51

" Energieeffizienter sind netzbetriebene Geräte." In der Regel ist es das Gegenteil. Die Hersteller müssen sich bei akkubetriebenen Geräte Mühe geben da der Akku nur begrenzt Energie speichern kann. Bei Kabelbetriebenen Geräten ist "endlos" und in Mengen Saft da und so geben sie sich weniger Mühe da der Entwicklungsaufwang geringer ist. Es sei denn, sie werden dazu gezwungen. Nichts destotrotz verwende ich lieber kabelgebundene Geräte. Bei Akku muss man heute i.d.R das Gerät wegwerfen wenn der Akku durch ist, wo das Gerät sicherlich noch das 4 bis 6 Fache der Zeit halten würde...