170 Unfälle pro Jahr: So häufig kracht es auf Bahnübergängen
Aktualisiert

170 Unfälle pro JahrSo häufig kracht es auf Bahnübergängen

Menschliches Fehlverhalten ist in den meisten Fällen der Grund für Unfälle an Bahnübergängen, heisst es gemäss dem Bundesamt für Verkehr.

von
roy

In Davos kollidierte Zug der Rhätischen Bahn auf einem Bahnübergang mit einem Auto. (Video: Leser-Reporter)

Videos von Kollisionen auf Bahnübergängen in Wetzikon ZH und Davos GR machten in den letzten Wochen Schlagzeilen. Mehrere Polizeikorps mahnten in der Folge zur Vorsicht. Jetzt zeigt sich: alle drei Tage kommt es zu einer solchen Kollision. Dies zeigt die nationale Ereignisdatenbank vom Bundesamt für Verkehr (BAV), in welche die «SonntagsZeitung» Einsicht erlangte.

1 / 2
Am späten Montagabend, 14. Januar 2019, kollidierte ein Autofahrer mit einem Pfosten und rutschte auf den Bahnübergang in Wetzikon ZH. Trotz Vollbremsung wurde das Auto von einer S-Bahn erfasst.

Am späten Montagabend, 14. Januar 2019, kollidierte ein Autofahrer mit einem Pfosten und rutschte auf den Bahnübergang in Wetzikon ZH. Trotz Vollbremsung wurde das Auto von einer S-Bahn erfasst.

Kantonspolizei Zürich
Der 58-jährige Lenker verliess das Fahrzeug rechtzeitig und blieb unverletzt.

Der 58-jährige Lenker verliess das Fahrzeug rechtzeitig und blieb unverletzt.

Kantonspolizei Zürich

Seit 2010 wurden 1539 Vorfälle an Bahnübergängen registriert, das sind 170 pro Jahr. Sie verursachten einen Sachschaden von fast 37 Millionen Franken. 347 Personen haben sich verletzt, 67 starben. Laut BAV hätten bis 2014 alle Bahnübergänge geprüft und allenfalls gesichert werden müssen. Trotzdem entsprechen 230 von ihnen laut «SonntagsZeitung» immer noch nicht den gesetzlichen Vorgaben. Hauptproblem ist aber nicht die Infrastruktur, sondern menschliches Fehlverhalten. (roy/20 Minuten)

Deine Meinung