Abstimmungen: So hat deine Gemeinde über die AHV-Reform abgestimmt

Aktualisiert

AbstimmungenSo hat deine Gemeinde über die AHV-Reform abgestimmt

Bei keiner Vorlage war der Abstimmungskrimi heute so nervenaufreibend wie bei der ersten AHV-Revision seit 1997. Ein Blick auf die Endresultate nach Gemeinden zeigt einen deutlichen Röstigraben.

von
Justin Arber
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Die Befürworter der «AHV21» lieferten sich am Abstimmungssonntag ein Kopf-an-Kopf-Rennen …

Die Befürworter der «AHV21» lieferten sich am Abstimmungssonntag ein Kopf-an-Kopf-Rennen …

20min/Taddeo Cerletti
… mit den Gegnern der Revision. 

… mit den Gegnern der Revision. 

20min/Taddeo Cerletti
Das knappe Resultat zeichnete sich schon am frühen Nachmittag ab. Zuverlässige Prognosen waren zu diesem Zeitpunkt nicht mehr möglich.

Das knappe Resultat zeichnete sich schon am frühen Nachmittag ab. Zuverlässige Prognosen waren zu diesem Zeitpunkt nicht mehr möglich.

20min/Matthias Spicher

Darum gehts

Um rund 17,3 Milliarden Franken soll die AHV bis zum Jahr 2032 entlastet werden. Einen massgeblichen Beitrag dazu leisten die Frauen. Ihr Rentenalter wird von heute 64 Jahren auf jenes der Männer, nämlich 65 Jahre, angehoben. Dem Vorhaben haben am 25. September 50,6 Prozent der Schweizer Stimmbevölkerung zugestimmt.

Die Erhöhung des Rentenalters der Frauen auf 65 Jahre war der umstrittenste Teil der Rentenreform. In einer separaten Abstimmung wurde darüber bestimmt, ob die Mehrwertsteuer erhöht werden soll, um die Einnahmen des Rentensystems zu erhöhen. Hier lag die Zustimmung mit 55 Prozent etwas höher. Damit das AHV-Gesetz durchkommt, mussten beiden Vorlagen angenommen werden. Wie deine Gemeinde über das AHV-Gesetz abgestimmt hat, erfährst du in der Übersichtskarte.

Alain Berset bezeichnet Resultat als «eindrücklich»

Gesundheitsminister Alain Berset zeigte sich über das Resultat der AHV-Reform erfreut: «Es ist nicht das erste Mal, dass wir bei den Abstimmungen zwischen Deutschschweiz und Westschweiz einen Röstigraben sehen. Aber hier fiel das Ergebnis besonders deutlich aus», so Berset. Es zeige einmal mehr, dass das Thema die Leute bewege. Die starken Unterschiede der Resultate sei «schon sehr eindrücklich», so der Innenminister. Tatsächlich ist auf der Karte der Endresultate ersichtlich, dass nahezu alle Westschweizer Kantone gegen das AHV-Gesetz gestimmt haben, während die deutsche Schweiz grossmehrheitlich mit einem «Ja» abgestimmt hat. Die grössten Unterschiede innerhalb einer Sprachregion sind in der italienischen Schweiz sichtbar. 

Das AHV-Gesetz wird zum ersten Mal seit 25 Jahren angepasst. Die letzte AHV-Revision ging im Jahr 1997 über die Bühne. In dieser damals zehnten Überarbeitung des Gesetzes wurde das Frauenrentenalter von 62 auf 64 Jahre angehoben.  

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