Aus zehntausenden Bildern zusammengesetzt – So hat die Menschheit den Mond noch nie zuvor gesehen
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Aus zehntausenden Bildern zusammengesetztSo hat die Menschheit den Mond noch nie zuvor gesehen

Hohe Berge, tiefe Krater: Ein US-Fotograf mit einem Faible für das Weltall hat aus 200’000 Bildern, Daten der Nasa und einer 3D-Software ein faszinierendes Porträt des Mondes geschaffen, das jedes Detail des Erdtrabanten zeigt.

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Dieses Bild des Mondes besteht aus Hundertausenden von Fotografien.

Dieses Bild des Mondes besteht aus Hundertausenden von Fotografien.

Instagram/ Andrew McCarthy/cosmic_background
Die Detailliertheit des Bildes ist erstaunlich.

Die Detailliertheit des Bildes ist erstaunlich.

Instagram/ Andrew McCarthy/cosmic_background
McCarthy hat eine Schwäche für den Mond und den Weltraum.

McCarthy hat eine Schwäche für den Mond und den Weltraum.

Instagram/ Andrew McCarthy/cosmic_background

Darum gehts

  • US-Fotograf Andrew McCarthy ist fasziniert vom Mond und fotografiert diesen und andere Himmelskörper regelmässig.

  • Nun hat er mit Hilfe von 200’000 Einzelbildern, 3D-Software und Daten der Nasa ein Reliefbild des Erdtrabanten erstellt.

  • Für ihn ist der Mond «ein Sprungbrett zum Universum».

Wer den Vollmond am Nachthimmel betrachtet, sieht ohne optische Hilfe eine silberne Scheibe mit glatter Oberfläche. Doch durch ein leistungsstarkes Teleskop betrachtet, wird aus der scheinbaren Ebene auf dem Erdtrabanten eine zerklüftete Landschaft voller Täler, Berge und Krater.

Der US-Fotograf Andrew McCarthy, der sich auf seinem Instagram-Account bescheiden «just a normal guy with a telescope» (nur ein normaler Typ mit einem Teleskop) nennt, ist vom Mond fasziniert. Auf seinem Account finden sich Dutzende Fotografien, die den natürlichen Erdsatelliten zeigen. Doch dabei beliess es der Mann aus Florence (Arizona) nicht: Er fertigt auch bearbeitete Bilder an, die bestimmte Perspektiven oder Vergleiche optisch hervorheben.

Nun hat er unlängst ein Bild des Mondes publiziert, das sämtliche von der Erde aus sichtbaren Erhebungen und Täler in noch nie gesehenem Detailreichtum zeigt. Um die Berge, Gräben und Krater deutlicher zu machen, hat McCarthy in mühevoller Arbeit insgesamt 200’000 Fotografien des Mondes zu einem einzigen Bild zusammengesetzt und zusätzlich die Relationen verfremdet, wie die «Daily Mail» berichtet.

Hunderttausende Bilder übereinandergelegt

«Indem man die Höhenunterschiede auf dem Mond übertrieben darstellt, kann man aufzeigen, wie gross die Unterschiede zwischen den Maria und den Bergen sind.» Die mit Kratern übersäten Hochländer würden so im Gegensatz zum flachen Basalt der Ebenen, der sogenannten Meere oder Maria, «besonders heimtückisch» aussehen. Das von ihm jetzt angefertigte Werk sei eine Mischung aus echten und computergenerierten Bildern, in die er Daten der Nasa zu Höhenangaben einfliessen liess. Dafür habe er Hunderttausende Bilder übereinandergelegt und mit 3D-Software angepasst.

«Indem ich solche Bilder anfertige, hoffe ich, mehr Menschen für den Mond und die Erforschung der Grenzen der Menschheit und des Weltalls zu interessieren und zu begeistern», erklärt McCarthy, der auch einen Webshop betreibt. Für ihn ist der Mond «eines der wichtigsten Objekte im Weltall» und ein «Sprungbrett zum Rest des Universums». Zum Höhenprofil-Bild des Mondes sagt er: «Dieser Mond sieht möglicherweise etwas seltsam aus, und das ist, weil es ein unmögliches Szenario zeigt.»

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(trx)

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